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Münchner Stadträtin mit kurioser Forderung *Mit Voting*

„Busen der Julia“ reicht nicht: Männliche Statue mit bronzenem Penis soll „Genderhauptstadt“ bereichern

Um das Bronzedenkmal Julia am Alten Rathaus in München hat sich ein Brauch entwickelt bei dem ihr an den rechten Busen gefasst wird.
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Um das Bronzedenkmal Julia am Alten Rathaus in München hat sich ein Brauch entwickelt bei dem ihr an den rechten Busen gefasst wird.

Kuriose Diskussionen in der heutigen Zeit sind offenbar an der Tagesordnung. Besonders bei heiß diskutierten Themen rund um Sexualität und oder Diversität kommt es schnell zum Streit. Ein Antrag einer Münchner Stadträtin sorgt nun für Diskussionen um eine Statue am Alten Rathaus am Marienplatz.

München - Als Geschenk der Partnerstadt Verona, steht die Statue seit 1974 am Alten Rathaus am Münchner Marienplatz. Seitdem hat sich ein Brauch entwickelt: Passanten fassen der Bronzestatue an die rechte Brust, weil sie sich davon Glück in der Liebe versprechen. Diese Tradition stößt nun offenbar einer Stadträtin sauer auf.

Wie aus der aktuellen Umschau des Rathauses ersichtlich ist, beantragte die Stadträtin eine Neubewertung der Statue. Wörtlich heißt es in dem Antrag: „Neben der Julia-Kopie-Statue am Alten Rathaus fehlt ein wichtiges Teil! Aktuell können Münchnerinnen dort nur am Busen der Julia reiben, es fehlt für ein ausgeglichenes Geschlechterbild in der Genderhauptstadt natürlich direkt nebenan eine Statue mit dem männlichen Geschlecht zugeschriebenen Körperteilen. Mit bronzenem Penis oder Lendenschurz vielleicht, an dem sich Frauen zum Glück (in der Liebe) reiben können?“

Reaktionen auf diese auf den ersten Blick seltsame Forderung ließen selbstverständlich nicht auf sich warten. Der Münchner Kulturreferent Anton Biebl teilt in einer Antwort auf den Antrag mit, dass er die Praxis für „diskussionswürdig“ hält und kündigte eine Untersuchung an. Mit weniger Verständnis gibt CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl gegenüber bild.de an: „Das ist vollkommen überflüssig und vollkommen gaga.“ Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post ebenfalls gegenüber dem Portal: „Da geht‘s manchen noch zu gut. Das sind nicht die Sorgen und Nöte der Menschen.“

Ob die Forderung der Stadträtin, Marie Burneleit, tatsächlich im Detail ernst gemeint ist, dürfte dabei aber ebenfalls diskussionswürdig sein. Sie ist nämlich die 1. Stadträtin der Partei „die PARTEI“ in München. Diese ist für ihre satirische Art bekannt und nimmt sich für gewöhnlich den meisten Themen mit stark sarkastischer Art an.

Auf Facebook zeigt sich die Politikerin im Zuge der Forderung im Rot der Partei getüncht mit einem Baseballschläger in der Hand auf einem Sofa. Über ihr der plakative Text: „Antrag ist raus!“

mda

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