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Auch West Ham United verliert Sponsor

Nach Tritt-Skandal: Diese Konsequenzen blühen Katzenquäler Kurt Zouma

Kurt Zouma
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Kurt Zouma wurde von West Ham zu einer Geldstrafe verurteilt.

Die Premier-League kommt nicht zur Ruhe. Diesmal ist es West Ham United-Spieler Kurt Zouma, der für Aufsehen und Empörung im Netz sorgt. Der 27-jährige Franzose veröffentlichte am Montag (7. Februar) ein Video, indem er seine Katze tritt, schlägt und durch sein Haus jagt. Nun reagieren Verein, Sponsor und die Behörden.

Update, Freitag (11. Februar), 15.55 Uhr - Das Aus in der Nationalmannschaft

Es waren mit Sicherheit keine einfachen Tage für West Ham-Spieler Kurt Zouma. Mit Adidas verlor er seinen wertvollsten Sponsor, der Verein verdonnerte ihn zu einer saftigen Geldstrafe und auch seine zwei Katzen durfte der 27-jährige Fußballer nicht behalten. Doch nun erwartet ihn der nächste Schock:

Wie der Trainer des französischen Nationalteams Didier Deschamps (53) mitteilte, wird er Kourt Zouma für die anstehenden Länderspiele gegen die Elfenbeinküste (25. März) und Südafrika (29. März) definitiv nicht berücksichtigen. „Es kann passieren, wenn Spieler Fehler machen, dass ich sie eine Weile nicht berufe“, sagte der 53-Jährige gegenüber der Sportbild. „Es ist etwas Inakzeptables, Unerträgliches, eine unaussprechliche Grausamkeit. Diese Bilder sind schockierend und unerträglich“, kommentierte der Weltmeister-Coach von 2018 den Vorfall.

Ziemlich bitter für Zouma, der sich aufgrund seiner positiven Leistungen in dieser Saison realistische Chancen auf eine Nominierung hätte ausrechnen können. Ob den Franzosen in den kommenden Tagen weitere Sanktionen erwarten, wird sich zeigen.

Update, Freitag (11. Februar), 8.37 Uhr - Härtere Sanktionen als zunächst befürchtet

Für viele Fans war die Tatsache, dass Kurt Zouma am Dienstagabend (8. Februar) beim Premier League-Spiel von West Ham United gegen FC Watford (1:0 Endstand) in der Startelf stand, unerhört und absolut verständnislos. Trainer David Moyes (58) rechtfertigte seine Entscheidung folgendermaßen: „Ich weiß, was die Leute empfinden“, sagte er verständnisvoll. „Aber ich bin hier auch der Fußballtrainer“, versuchte sich der 58-Jährige zu verteidigen.

Die meisten waren der Meinung, dass man den Franzosen für die Tierqäulerei hartnäckiger bestrafen sollte. Wie sich nun herausstellte, wurden die Forderungen der Leute doch erhört. Nachdem es zunächst den Anschein gemacht hatte, dass Zouma aus der Sache mit einem blauen Auge davon kommt, hagelt es jetzt von allen Seiten Ärger und Auswirkungen.

Der Verein gab am Mittwochmorgen (9. Februar) bekannt, dass der Spieler mit der Höchstgeldstrafe sanktioniert werden würde. 250.000 Pfund soll der Spieler als Folge für sein Handeln bezahlen müssen. Laut Angaben von Zouma würde er diese aber gerne in Tierschutzorganisationen investieren, um die Fans zumindest ein wenig zu besänftigen. Außerdem zog Sponsor Adidas unmittelbar seine Konsequenzen aus dem Vorfall und löste den Vertrag mit dem 27-Jährigem gar auf.

Doch auch der Verein selbst muss für das Verhalten ihres Innenverteidigers gerade stehen und büßen. Neben zahlreichen wütenden Fans sind auch die ersten Sponsoren der Londoner auf dem Absprung. Der Wellness-Partner „Vitality“ gab am Mittwoch (9. Februar) bekannt, die Zusammenarbeit mit dem Verein gekündigt und beendet zu haben. Auch ein Reise-Partner äußerte sich zu dem Vorfall und ließ erkennen, dass sie die Partnerschaft genauer überdenken werden. Dass solche erheblichen Folgen aus dem Video resultieren, hätte man sich zunächst kaum vorstellen können.

Die wahrscheinlich beruhigendste Nachricht – vor allem für Tierliebhaber – ist die Tatsache, dass die Katzen des französischen Nationalspielers in ein Tierheim gebracht wurden und dort auch vorerst bleiben werden.

Erstmeldung

London - Anstatt mit guten Leistungen und disziplinierter Defensivarbeit auf dem Platz auf sich aufmerksam zu machen, tritt der französische Premier League-Spieler Kourt Zouma nun durch einen skandalösen Vorfall außerhalb des Fußballfeldes in Erscheinung. Der Fußballspieler sorgte mit einem verstörenden Clip zu Wochenbeginn für Negativschlagzeilen. Auf der Social Media Plattform Snapchat veröffentlichte der Bruder des 27-Jährigen ein Video, auf welchem der Profi von West Ham United seine Katze durch das Haus jagt.

Außerdem ist zu sehen, wie Zouma das arme Tier zunächst tritt und anschließend ins Gesicht schlägt, während dieses von einer anderen Person festgehalten wird. Bei den Fans sorgte das Verhalten des Innenverteidigers für große Unruhe und Verärgerung. Ob und welche Konsequenzen den Franzosen eventuell noch nachträglich erwarten, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen. Kourt Zouma selbst reagierte mittlerweile auf die beunruhigenden Bilder und äußerte sich zu den Vorkommnissen.

„Es tut mir sehr leid. Es gibt keine Entschuldigung für mein Verhalten, das ich aufrichtig bedauere. Ich möchte auch allen, die das Video verletzt hat, sagen, wie sehr es mir leidtut“, versuchte sich der Franzose zu verteidigen. Er beteuert zudem, dass es dem Haustier sehr gut gehe und die Katze von der ganzen Familie geliebt werden würde. „Dieses Verhalten war ein Einzelfall, der sich nicht wiederholen wird.“, versprach Zouma in seiner Stellungnahme, wie die englische Zeitung sun berichtet.

Auch der Verein West Ham United gab ein Statement zu dem Zwischenfall ab. „Man habe bereits mit dem Spieler gesprochen“, würde aber die nächsten Schritte gerne intern unter vier Augen besprechen. Eine Suspendierung steht nicht zur Debatte, zumal der Franzose am Dienstag (8. Februar) bei der Partie gegen den FC Watford in der Startelf stand. Dennoch machte der Verein eindeutig klar, dass man keine Gewalt gegenüber Tieren tolerieren würde und man sich über die Ernsthaftigkeit des Vorfalls bewusst sei.

Zouma könnte allerdings mit Folgen zu rechnen haben, wenn es um EA Sports und deren Videospiel FIFA 22 geht. Denn das Unternehmen ist für ihr konsequentes Treffen von Entscheidungen und die dadurch resultierenden Maßnahmen bekannt. Erst kürzlich wurde Youngster Mason Greenwood aufgrund von Vergewaltigungsvorwürfen umgehend aus dem Spiel entfernt. Ähnlich erging es Benjamin Mendy Ende des vergangenen Jahres. Wenn es um das Image von EA Sports geht, scheint der Milliardenkonzern auch vor großen Namen nicht zurückzuschrecken. Dementsprechend könnte es durchaus sein, dass auch Kurt Zouma dieselben Konsequenzen zu befürchten hat.

Sportlich über den Erwartungen

Das Verhalten des Superstars ist für viele sehr fragwürdig und vor allem unnötig. Insbesondere, weil es sportlich für ihn und seinen Verein besser läuft, als man zu Beginn der Saison hätte vermuten können. Man steht in der Premier League nach dem Sieg gegen den FC Watford auf dem vierten Tabellenplatz und damit vor Manchester United, Tottenham und FC Arsenal. Der Innenverteidiger selbst konnte mit einem Saisontreffer zu dieser Leistung beitragen.

Sollte West Ham diesen Tabellenplatz halten, würden die Londoner sich gegen die Erwartungen vieler für die kommende Champions League-Saison qualifizieren. Das gelang dem Verein noch nie. Auch finanziell würde man in West Ham dadurch stark bereichert werden. 15,6 Millionen Euro ist die Prämie der UEFA für eine erfolgreiche Qualifikation des begehrtesten Wettbewerbs im europäischen Fußball. Diesen würde beispielsweise Weltfußballer Cristiano Ronaldo sicher sehr ungern verpassen und wird alles daran setzen, mit Manchester United an West Ham-United vorbeizuziehen.

Dass das Halten von Platz Vier somit alles andere als einfach wird, sollte jedem bei den „Hammers“ bewusst sein. Kourt Zouma sollte deswegen versuchen, sich in Zukunft auf Fußball zu konzentrieren und negative Schlagzeilen zu vermeiden. Dann könnte bis zum Ende dieser Premier League Saison alles möglich sein.

arh