Das neue iPad im Test

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Wir haben das neue iPad 3 bereits für Sie getestet.

München - Sehvolutionär – mit dieser etwas sperrigen Bezeichnung macht Apple Werbung für das neue iPad, das Sie seit Freitag kaufen können. Wir haben das aufgemöbelte Apple- Tablet bereits getestet:

Wie ist der neue Bildschirm? Höllisch scharf! Apple hat die Auflösung des iPad bei unveränderter Bildschirmgröße auf 2048 x 1536 Pixel vervierfacht. Wo früher ein Bildpunkt saß, sind es jetzt vier. Ergebnis ist der schärfste Computerbildschirm aller Zeiten – der sich beim tz-Test im Vergleich zum Vorgänger wie der Umstieg vom alten PAL-Röhrenfernseher auf messerscharfes HD-TV anfühlt. Sehvolutionär – klingt zwar nicht schön, stimmt aber tatsächlich!

Was bringt der Datenturbo LTE? In Deutschland leider gar nichts. Apple hat zwar erstmals den UMTS-Nachfolger LTE eingebaut, mit dem Sie (theoretisch) zehnmal schneller surfen können als bisher. Doch die Technik im neuen iPad funkt nur auf den Frequenzen der US-Provider. Bei uns gehen Sie weiterhin per UMTS ins Netz – dank überarbeiteterTechniknamens HSPA+ aber mit bis zu 42 Megabit pro Sekunde, zwei- bis dreimal schneller als bisher.

Was ist sonst noch neu? Um Platz für einen stärkeren Akku zu schaffen, ist das neue Tablet 0,6 Millimeter dicker und auch 50 Gramm schwerer als der Vorgänger, was Sie aber kaum bemerken. Das neue iPad fühlt sich an wie das alte. Den stärkeren Prozessor namens A5X spüren Sie im Alltagsbetrieb bisher auch noch nicht. Erst wenn Spiele erscheinen, die für den neuen Chip optimiert sind, kann er seine Muskeln spielen lassen. Und die Kamera liefert mit 5 Megapixeln endlich vernünftige Qualität. Doch wer braucht schon das iPad zum Fotografieren?

Apple präsentiert neues iPad 3!

Apple präsentiert neues iPad 3!

Was kostet das neue iPad? Die Preise bleiben unverändert. Das günstigste Modell mit 16GB Speicher und ohne Mobilfunk kostet weiterhin 479 Euro. Das teuerste neue iPad mit 64 GB plus Mobilfunk bleibt bei 799 Euro. Empfehlenswerteste Variante ist auch künftig die mit 32GB plus Mobilfunk für 699 Euro.

Lohnt sich der Kauf? Wenn Sie ein neues Tablet wollen, bleibt das iPad erste Wahl. Während die Konkurrenz beim iPhone längst aufgeschlossen hat, hinken Samsung & Co. bei den Tablets in Sachen Bildschirmauflösung, App-Auswahl und einfachem Multimedia-Download (Musik, Videos, Filme) hinter Apple her. Wenn Sie dagegen bereits ein iPad haben, lohnt sich der Umstieg kaum – der neue Bildschirm ist zwar grandios, der Rest der Änderungen aber eher zweitrangig.

Wie kann ich sparen? Das bisherige iPad 2 ist mit 16 GB Platz zum neuen Sparpreis ab 399 Euro weiterhin zu haben. Sie zahlen 80 Euro weniger als fürs neue Modell, lassen sich dafür aber das neue Display entgehen – hier sparen Sie am falschen Ende. Wenn Sie ein Schnäppchen suchen, warten Sie lieber aufs Amazon-Tablet Kindle Fire, das heuer einen echten Preissprung bringt. Ein Toptablet für rund 250 Euro – davor zittert selbst Apple!

Vier Tablet-Alternativen

Sie wollen ein Tablet, aber kein iPad? Hier vier Alternativen, die alle mit Googles Android-Software arbeiten.

Asus Transformer Prime: Lässt sich mit angedockter Tastatur in einen (beinahe) echten Laptop verwandeln – praktisch, wenn Sie am Tablet viel schreiben wollen! Mit 600 Euro fürs 32-GB-Modell ohne UMTS rund 20 Euro teurer als das neue iPad.

Samsung Galaxy Tab 10.1N: iPad-Klon mit Android-Software. Technisch nicht mehr ganz aktuell, der Nachfolger steht schon in den Startlöchern. Aber mit 420 Euro (16 GB, ohne UMTS) rund 60 Euro billiger als das neue iPad.

Sony Tablet S: Auffälliges tropfenförmiges Design, lässt sich auch als Fernbedienung für aktuelle Sony- Fernseher verwenden. Mit 390 Euro (16 GB, ohne UMTS) besonders günstig.

Motorola Xoom 2: Technisch (Prozessor, Kamera) moderner als das Samsung-Tablet. Beim 16-GB-Modell mit UMTS für 520 Euro sparen Sie gegenüber dem neuen iPad gut 80 Euro.

tz

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