Skrupellose Tat in Arizona

Dieser Pfleger vergewaltigte und schwängerte seine Koma-Patientin

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Phoenix - Skrupellos und unmenschlich. Anders kann man die vermeintliche Tat von Nathan S. nicht bezeichnen. Der Pfleger einer Klinik in Arizona soll eine Patientin, die seit 14 Jahren im Koma liegt, geschwängert haben. Ein DNA-Test habe ihn überführt. Zuvor hatte keiner die Schwangerschaft bemerkt. 

Es ist ein Tatbestand, den man sich nicht ausdenken kann. Nathan S. (36) soll eine 29-jährige Patientin, die sich im "Wach-Koma" befindet, vergewaltigt haben. Dabei wurde das Opfer sogar geschwängert und brachte am 29. Dezember des vergangenen Jahres ein Baby zur Welt. 

Obwohl der Verdächtige aufgrund eines vom Gericht angeordneten DNA-Tests überführt wurde, sein Erbgut stimme laut Polizei mit dem des Babys überein, sagte Verteidiger David Gregan beim ersten Gerichtstermin, dass es "keine direkten Beweise" gebe, die darauf hindeuten, dass sein Mandant eine Straftat begangen hätte, berichtet bbc.com.

Am 30.Januar soll der Prozess fortgeführt werden. Laut US-Medien wird der vermeintlichen Täter als frommer Christ und "liebevoller" Familienvater beschrieben.

Keiner hatte etwas bemerkt 

Erst kurz vor der Geburt des Kindes wurde eine andere Pflegerin auf den Zustand der Patientin aufmerksam, weil diese nicht aufhörte zu stöhnen. Laut medizinischen Bericht soll die Frau 37 Wochen vor der Geburt noch von einem Arzt untersucht worden sein. Damals stellte dieser aber keine wesentlichen Veränderungen in Bezug auf ihre Gesundheit hin. 

Bei dem Opfer handelt es sich um eine Person, die sich laut dailymail.com seit 26 Jahren in einem "vegetativen Zustand" befindet und  querschnittsgelähmt ist. 

"Sie spricht nicht, hat aber die Fähigkeit, ihre Gliedmaßen, ihren Kopf und ihren Hals zu bewegen", sagte der Anwalt der Familie in einer Erklärung. Sie habe Gefühle, soll sanfte Musik lieben und könne auf Menschen reagieren.

"Wir haben diese Verhaftung diesem Baby geschuldet"

Nach der Verhaftung von Nathan S. meinte Polizist Chef Williams: "Wir haben diese Verhaftung dem jüngsten Mitglied unserer Gemeinschaft, diesem unschuldigen Baby, geschuldet."

Die Klinik zeigt sich fassungslos und zog bereits erste Konsequenzen. Der Vorstandsvorsitzende trat noch im vergangenen Jahr zurück. Mit ihm ein leitender Arzt. Zudem wurde einem weiteren Mediziner, der die Patientin behandelte, gekündigt. Auch die Sicherheitsmaßnahmen wurden laut Gesundheitszentrum verschärft. 

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