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Kein Tippfehler, sondern spektakuläre Frucht-Kreuzungen

Pluot, Pluerry, Aprium und Nectacot: Was ist der Unterschied?

Schon mal was von einer Pluerry gehört? Oder wie wäre es mit einer Nectapium? Oder doch lieber eine Aprium? Hinter diesen eigenwilligen Namen verstecken sich Frucht-Köstlichkeiten der Sonderklasse.

Pluot, Pluerry, Nectacot, Nectapium, Aprium: Nein, hier ist kein Redakteur auf der Tastatur eingeschlafen, all diese Bezeichnungen gibt es tatsächlich - und sie alle stehen für fruchtige Gaumenfreuden.

Doch was steckt konkret hinter den Namen? Von Anfang an: Dass sich gewisse Obstsorten kreuzen lassen, ist an sich nichts Neues. Oft werden diese Kreuzungen innerhalb einer Art vorgenommen - etwa bei Äpfeln, um robustere und geschmacklich bessere Sorten zu erhalten. Viele der uns bekannten Apfelsorten sind so entstanden. Etwas anders verhält es sich bei den sogenannten interspezifischen Hybriden - also Kreuzungen zwischen den Arten.

Köstliche Kreuzungen - mal bekannter, mal weniger

Eine bekannte Kreuzung ist etwa die Pflaumensorte „Opal“, die im Prinzip nichts anderes darstellt als eine Kreuzung zwischen einer Pflaume „Early Favourite“ und einer „Reineclaude d‘Oullins“. Bei uns weniger bekannt, aber ebenfalls großartig im Geschmack sind Kreuzungen zwischen japanischen („Nashi“) und europäischen Birnen („Benita“ sei hier als Beispiel genannt) oder auch Kreuzungen zwischen Quitten und Birnen („Pyronia“).

Bekannter sind da schon die immer populärer werdenden „Redloves“ des Schweizer Züchters Markus Kobelt: Die rotfleischigen und rotblühenden Apfel-Kreuzungen gelten als äußerst gesund - welche Sorten genau verkreuzt wurden, ist ein strenggehütetes Geheimnis von Kobelt.

Kreuzungen auf die Spitze getrieben

Doch zurück zu Aprium, Nectacot & Co.: Dabei handelt es sich um auf die Spitze getriebene Kreuzungen zwischen verschiedenen Steinobst-Sorten.

Eine „Pluerry“ ist etwa eine Kreuzung aus einer Pflaume („Plum“) und einer Kirsche („cherry“). Die Eltern der Nectacot sind eine Nektarine und eine Aprikose.

Pluerrys sind Kreuzungen aus Pflaumen und Kirschen.

Man kann das Ganze natürlich nochmals steigern: Die Aprium ist die Kreuzung einer Aprikosen-Pflaumen-Kreuzung mit einer Aprikose, die Pluot eine Mischung aus einer Pflaumen-Aprikosen-Kreuzung mit einer Pflaume. Besonders hervorgetan bei dieser Art der Kreuzungen hat sich die Familie Zaiger aus den USA, wie das „Plantura“-Magazin zu berichten weiß.

Eine „Pluot“ ist eine Kreuzung aus gleich drei Sorten.

Was die Kreuzungen so besonders macht, sind einerseits neue, „natürlich“ entstandene Geschmacksrichtungen - ohne jedwedes Zutun von Gentechnik. Zum anderen tritt bei den Steinobst-Kreuzungen der Effekt ein, dass sie süßer sind als die jeweiligen Elternsorten. Bei der bereits erwähnten „Opal“, die auch in vielen heimischen Obstgärten anzutreffen ist, lässt sich dies besonders gut beobachten - ihre Früchte sind zuckersüß, was sie auch bei Kindern äußerst beliebt macht. Und nicht zuletzt sind die Früchte der Hybrid-Sorten auch optisch besonders hübsch anzusehen.

Die Aprium ist eine Kreuzung aus einer japanischen Pflaume und einer Aprikose. Optisch der Aprikose sehr ähnlich, verfügt sie aber doch über ein feines Pflaumenaroma.

Rubriklistenbild: © youtube/Plant Abundance/Abandoned Maryland

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