Wolkig macht heiter

Ratgeber: So funktioniert die Internet-Wolke

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Ohne "Cloud" kommt heutzutage kein Computerhersteller mehr aus.

München - Sie schwebt über der Computerzukunft - im wahrsten Sinne des Wortes. Egal, ob Apple, Google oder Amazon - alle Branchenriesen setzen jetzt auf die Cloud. Doch was genau steckt hinter dem Konzept?

Sie schwebt über der Computerzukunft - im wahrsten Sinne des Wortes! Die Internet-Wolke (englisch: Cloud) ist bei fast allen Computer- und Handyneuheiten mit im Spiel. Egal, ob Apple, Google oder Amazon - alle Branchenriesen setzen jetzt auf die Cloud. Motto: Wolkig macht heiter! Aber was steckt tatsächlich hinter der Wolke, und was haben Sie konkret davon? Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was ist die Internet-Wolke?

Grundsätzlich geht es darum, dass Sie Ihre Computerprogramme und Daten künftig nicht mehr zu Hause auf der Festplatte speichern, sondern auf Servern im Internet. Diese Großrechner bilden die sogenannte Wolke, die quasi über dem Netz hängt.

Welche Vorteile hat die Wolke?

Eine ganze Menge! Zunächst können Sie von jedem Rechner oder Smartphone mit Internetanschluss auf all Ihre Daten zugreifen. Wenn Sie im Büro einen Brief brauchen, den Sie zu Hause geschrieben haben, oder wenn Sie mit dem Smartphone unterwegs ein Musikstück hören wollen, das Sie daheim geladen haben - dank der Cloud kein Problem! Sie müssen sich zudem keine Sorgen mehr um die Datensicherung machen, denn darum kümmert sich der Betreiber des Servers. Weil keine großen Festplatten mehr notwendig sind, können Laptops künftig kleiner und handlicher werden, siehe MacBook Air. Außerdem können Sie Familie, Freunden oder Kollegen jederzeit den Zugriff auf bestimmte Inhalte wie beispielsweise ein Fotoalbum erlauben - das umständliche Mailen von Daten oder das CD-Brennen entfällt.

Wie kommen meine Daten in die Wolke?

Im Internet gibt es bereits jede Menge Anbieter von Speicherplatz in der Wolke. Besonders populär ist dropbox.com - hier können Sie 2 GB Daten kostenlos ins Netz stellen. Amazon bietet unter amazon.com/cloud-drive sogar 5 GB Gratisplatz - ideal als Sicherung bei Festplattenproblemen. Die Daten sind bei allen Anbietern verschlüsselt und sicher vor dem Zugriff Dritter.

Was kann die Wolke noch?

Sie können nicht nur Daten in der Cloud speichern - sondern auch kostenlose Büro-Software direkt im Browser ausführen und die Dokumente dann online speichern oder gemeinsam mit anderen bearbeiten. Mit Google Docs (docs.google.com) und Microsofts Office Web Apps (office.live.com) können Sie sich zumindest für einfache Arbeiten ein eigenes Officepaket auf Ihrem Rechner sparen.

Was sind Cloud-Computer?

Von Samsung und Acer gibt es bereits Laptops mit dem Google-Betriebssystem Chrome, die alle Programme und Daten in der Wolke speichern. So dürfte die Zukunft des Computerns aussehen. Ganz ausgereift sind diese Chromebooks (ab 400 Euro) aber noch nicht - denn ohne Internet-Verbindung können Sie damit bisher kaum arbeiten. Warten Sie mit dem Kauf vorerst noch ab!

Was ist die iCloud?

Auch Apple hat natürlich sein Cloud-Produkt parat. Im Herbst erscheint mit iCloud eine Software, die erstmals zeigt, was die Wolke alles kann. Das Programm synchronisiert Ihre Daten wie Apps, Musik, Fotos, Videos, Kalender, Adressbuch, Internet-Lesezeichen, elektronische Bücher oder Bürodokumente automatisch zwischen iPhone, iPad, Mac und PC. Alle Dateien, die Sie auf einem Gerät haben, landen umgehend auch auf Ihren anderen Geräten. . Ein Foto, das Sie mit dem iPhone unterwegs machen, wandert nur Sekunden später vollautomatisch auf den Rechner zu Hause oder aufs iPad Ihrer Familie - natürlich nur, wenn Sie das wollen. Und eine App, die Sie am PC laden, finden Sie kurz danach auch auf Ihrem iPhone. Beinahe gespenstisch - und unheimlich praktisch! iCloud erscheint in Kürze mit der neuen Software iOS 5 als kostenlose Aktualisierung für iPhone und iPad. Und wenn 2012 Windows 8 fertig ist, gibt es ähnliche Funktionen auch für jeden PC. Dann können Sie beispielsweise auf jedem Windows-Rechner weltweit Ihre gewohnte Bildschirmoberfläche, Ihre Programme und Ihre Daten sehen. Und dann heißt es endgültig: Auf in die Wolke!

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