Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Und sowas wird gewählt?“

AfD schockt mit frauenfeindlichem Meme: Bodyshaming und Diffamierung

„Mir kommt das Kotzen“: Grund für diese Aussage im Netz ist ein AfD-Post in den sozialen Medien. Für ein extrem frauenfeindliches Meme hagelt es von vielen Seiten Kritik.

Sachsen - Bereits am Montag (24. Oktober) tauchte ein frauenfeindliches Meme auf dem Instagramkanal @afd.sachsen auf, welches seitdem für Schlagzeilen sorgt. Dabei werden frauenfeindliche Stereotypen bildlich dargestellt, die „traditionelle“ Frau gefeiert und „moderne Feministinnen“ diffamiert. Der AfD wird Bodyshaming und die Unterdrückung der Gleichstellung vorgeworfen.

Während die Abbildung auf der einen Seite eine „traditionelle Frau“ zeigen soll, welche „stolz für ihre Kinder zu leben“ ist und die „Erziehung und Bildung der Kinder für ihre erste Pflicht“ hält, steht ihr eine „moderne `befreite´Feministin“ gegenüber, welche „häufig wechselnde Beziehungen“ hat und mit „Tonnen von Make-up“ ihr „geringes Selbstbewusstsein“ überspielen zu versucht.

Die „traditionelle Frau“ hält ein Baby in der Hand, ist schlank und sich „ernährt sich gesund“. Die Feministin hingegen sieht „ungepflegt“ aus - wird mit blauen Haaren dargestellt - und „hatte schon drei Abtreibungen“.

Kurz nachdem die AfD Sachsen das fragwürdige Frauenbild gepostet hatte, verschwand es auch schon wieder. Mehrere Twitter-User konnten allerdings einen Screenshot machen oder sicherten eine archivierte Version des Posts und verbreiten das Meme auf Twitter und Instagram. Auch die Beschreibung lässt sich hier noch einmal nachlesen. Die oder der Social-Media-Verantwortliche der AfD Sachsen wollte anscheinend den Hashtag #tradwife aufgreifen, der aktuell auch auf TikTok trendet.

Neben der Tatsache, dass sich die AfD damit rechter Narrative bedient, Bodyshaming betreibt und mit ihrem Bild der angeblich so perfekten Ehefrau und Mutter der Gleichstellung der Frau entgegenwirkt, gibt es aber noch etwas anderes, das auffällt: Der Post steckt voller Rechtschreibfehler und Dopplungen.

Auch dafür hat die Twitter-Gemeinde eine Antwort parat. Offenbar ist dieses Meme ursprünglich gar nicht von der AfD, sondern von einer rechtsextremen Gruppierung - Alt-Right-Bewegung - in den USA. Eine offen rechtsextreme Gruppe, die unter anderem den ehemaligen Präsidenten Donald Trump unterstützt und in ihm den Erlöser sieht.

Der Ursprungspost-Post ist demnach offenbar schon mehrere Jahre alt. Scheinbar hatte die AfD Probleme bei der Übersetzung einiger Passagen, wobei Historikerin und Autorin Annika Brockschmidt in diesem Zusammenhang twittert: „ok, die Rechtschreibfehler haben sie selbst beigesteuert“.

Im Netz sorgt der Post für Entsetzen. „Mir kommt das Kotzen“ oder „Und sowas wird gewählt? In einer besseren Welt würde sich die AfD mit sowas selbst demontieren“, schreiben Nutzer auf Twitter. Eine andere Userin versucht es mit Galgenhumor: „Sie haben bei der traditionellen Frau die Fußfessel vergessen“.

Brisant: Im Deutschen Bundestag sind lediglich neun Frauen als Abgeordnete in der AfD-Fraktion. Dazu ist die Zahl der Männer mit 79 Abgeordneten deutlich höher.

mz

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

Kommentare