Experten verrechnen sich um 3.000 Jahre

20 Jahre junger Steinkreis für Steinzeit-Kultstätte gehalten

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Schottland - Ein Steinkreis in Aberdeenshire wurde von Experten auf 3.000 Jahre alt geschätzt - und lagen weit daneben.

Der berühmte Steinkreis von Aquhorthies in Aberdeenshire hat sich nun als Fälschung herausgestellt. Er wurde nach seiner Entdeckung von Archäologen gefeiert und zog immer wieder Touristen an, die sich die uralte Stätte ansehen wollten. Mindestens 3.000 Jahre sei er alt, hieß es laut Experten, ein schwerer Irrtum, wie BBC berichtet. 

Anstatt tausenden Jahren hat der Kreis gerade einmal 20 Jahre auf dem Buckel - und ist eine bloße Nachbildung. Aufgeflogen ist der Schwindel, weil ein ehemaliger Landwirt aus der Region zugab, den Kreis in den 90er Jahren selber errichtet zu haben.

Daraufhin wurden weitere archäologische Untersuchungen veranlasst, die die Aussage des Mannes bestätigten. Neil Ackerman ein historischer Experte im Aberdeenshire Stadtrat, zeigte sich enttäuscht über die Fälschung. Dennoch hoffe er, der Steinkreis werde weiterhin Anklang bei Besuchern finden. "Ich hoffe die Steine werden weiter genutzt und geschätzt -  während sie nicht steinzeitlich sind, sind sie immer noch eine tolle Kulisse und ein toller Teil der Landschaft", so Ackerman zu BBC. 

Auf die Nachfrage, weshalb der Schwindel nicht früher aufgedeckt wurde antwortete er, dass Steinkreise berüchtigt dafür seien, dass man sie nur schwer datieren kann. Man habe das Alter auf seiner Architektur basiert. Der Kreis steht nicht aufrecht, wie in Stonehenge, sondern ist liegend angeordnet. Die liegenden Steinkreise, wie der in Aberdeenshire, sind nur in Nordostschottland aufzufinden und wurden vor 3.500 bis 4.000 Jahren dort errichtet. 

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