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„Football, bloody hell“

Nichts für schwache Nerven: Schweizer Fan wird bei Achtelfinal-Krimi gegen Frankreich zum Internet-Hit

Ein Auf und Ab der Gefühle erlebte ein Schweizer Fan.
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Ein Auf und Ab der Gefühle erlebte ein Schweizer Fan.

Was für ein Spiel! Das Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft zwischen Frankreich und der Schweiz am Montagabend (28. Juni) war ein Spektakel. Und nichts für schwache Nerven. Als Symbolbild für diesen verrückten Fußball-Abend können zwei Fotos eines Schweizer Fans dienen.

Bukarest - Brutaler Fight in Bukarest! Das Spiel zwischen Frankreich und der Schweiz geriet zum Fußball-Thriller. Am Ende warf die kleine Schweiz die Weltmeister aus Frankreich im Elfmeterschießen aus dem Turnier. Torhüter Yann Sommer hielt den letzten Elfmeter gegen Superstar Kylian Mbappe und avancierte zum Match-Winner.

Für die Schweizer Fans war das Spiel ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Nach der 1:0 Führung und dem Gegenschlag der Franzosen in der zweiten Spielhälfte mit drei Toren war die Stimmung noch gedrückt. Die zwei späten Tore zum 3:3 Ausgleich ließen die Emotionen überkochen.

Als sinnbildlich für die Gemütslage kann ein Schweizer Fan gelten, der durch den Spielverlauf an den Rand seiner Zurechnungsfähigkeit gebracht wird. Ein Bild zeigt ihn in der 89. Minute. Zu diesem Zeitpunkt liegt die „Nati“ noch mit 2:3 in Rückstand. Aber dann passiert das Unfassbare: Mario Gavranović bekommt den Ball auf Höhe des Elfmeterpunktes und schließt trocken ab. Ausgleich! Der Schweizer Block im Stadion von Bukarest verwandelt sich in ein Tollhaus, Emotionen pur.

Und unser Fan?

Das nächste Bild zeigt ihn, wie er oberkörperfrei und scheinbar von Sinnen in Richtung seiner Mannschaft schreit, die den Ausgleich auf dem Spielfeld bejubelt.

Die beiden Bilder gingen binnen kurzer Zeit auf dem Sozialen Netzwerk Twitter viral. Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete den Fan als „Spieler des Spiels“. Andere Nutzer verarbeiteten die Gegenüberstellung der beiden Bilder als Meme.

In der Schweiz kennt die Freude über den Einzug ins Viertelfinale keine Grenzen mehr. „Sommer hext die Nati in den EM-Final“, schrieb die Boulevardzeitung „Blick“. Die ehrwürdige „Neue Zürcher Zeitung“ nannte die Nacht eine „der denkwürdigsten“ der Schweizer Fußballgeschichte. „Es war ein unglaublich schönes Gefühl“, sagte Xherdan Shaqiri über den entscheidenden Moment, als Sommer hielt. Und gegen Spanien? „Man hat gesehen, alles ist möglich im Fußball“, sagte der frühere Bayern-Profi. „Wir werden diesen Tag heute genießen, und dann geht es weiter.“

Mbappé bat die französischen Fans nach dem überraschenden Ausscheiden um Verzeihung und sprach von „immenser Traurigkeit“. In einer Botschaft in den sozialen Netzwerken schrieb der 22-Jährige von Paris Saint-Germain: „Das Einschlafen wird schwierig sein, aber leider sind es die Höhen und Tiefen dieses Sports, die ich so sehr liebe.“ Nun sei es wichtig, „noch stärker aufzustehen“, mahnte Mbappé.

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