Sex.com bringt Millionen - Was wird daraus?

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Köln/Berlin - Die Internet-Adresse sex.com hat zum Rekordpreis in Millionenhöhe einen neuen Besitzer gefunden. Die Pläne des Käufers mit der anrüchigen Domain sind undurchsichtig.

“Sex sells“, heißt es in der Medienbranche - oder auf Deutsch: Nackte Tatsachen kommen beim Publikum immer gut an. So hat nun auch die Internet-Adresse sex.com nach langwierigem Rechtsstreit zum Rekordpreis von 13 Millionen Dollar (9,5 Millionen Euro) einen neuen Besitzer gefunden, wie die am Verkauf beteiligte Domain-Handelsplattform Sedo am Donnerstag mitteilte.

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Die Domain - so heißt eine Internet-Adresse in der Fachsprache - war Gegenstand eines lange umstrittenen Insolvenzverfahrens, so dass der Verkauf erst jetzt von einem kalifornischen Gericht bestätigt wurde. Der bisherige Eigentümer, die Escom LLC in Calabasas bei Los Angeles, hatte die Domain 2006 für 11,5 Millionen Dollar erworben und dort unter anderem Horoskope und ein Dating-Angebot bereitgestellt. Neuer Besitzer ist laut Registrierungsstelle das Unternehmen Clover Holdings Limited, dessen Pläne mit sex.com nicht bekannt sind.

“Für uns war die dreimonatige Verhandlung, mit der uns der Inhaber Escom LLC beauftragt hatte, eine der spannendsten Herausforderungen, der wir uns bisher je zu stellen hatten“, erklärte Sedo- Geschäftsführerin Liesbeth Mack-de Boer. Eine solche Domain sei im Verkaufspreis nur schwer zu toppen. Die nächsthöheren Preise für Domains sind nach Angaben von Sedo 9,9 Millionen Dollar für fund.com vor 9,5 Millionen Dollar für porn.com und 7,5 Millionen Dollar für diamond.com.

Sex.com hat bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Ursprünglich 1994 vom amerikanischen Geschäftsmann Gary Kremen registriert, wurde sex.com 1995 von der Registrierungsstelle Network Solutions an einen Konkurrenten übertragen, der dort hohe Gewinne mit Anzeigen eingesteckt haben soll. Nach einem fünfjährigen Rechtsstreit bekam Kremen die Domain dann im Jahr 2000 zugesprochen.

dpa

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