Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Exabyte-Grenze geknackt

So viel Datenvolumen brauchen die Deutschen

Wer mit dem Smartphone viel im Internet unterwegs, verbraucht dabei meist jede Menge Daten. 2019 knackten die Deutschen beim Datenvolumen die Grenze von einem Exabyte. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa
+
Wer mit dem Smartphone viel im Internet unterwegs, verbraucht dabei meist jede Menge Daten. 2019 knackten die Deutschen beim Datenvolumen die Grenze von einem Exabyte. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa

Im Internet surfen, Musik und Filme streamen, Apps runterladen - im vergangenem Jahr floss ein Rekord-Datenvolumen durch die deutschen Mobilfunknetze. Das zeigen die Zahlen, die Telefónica nun vorlegte.

Düsseldorf (dpa) - In den deutschen Mobilfunknetzen sind 2019 erneut mehr Daten verbraucht worden als je zuvor. Telefónica überschritt im O2-Netz nach eigenen Angaben vom Donnerstag erstmals die Schwelle von einem Exabyte - das entspricht einer Milliarde Gigabyte.

So viel haben auch die Konkurrenten Telekom und Vodafone nach eigener Darstellung noch nie erreicht. Würde ein einzelner Mensch diese Menge an Daten aufbrauchen, könnte er damit beispielsweise 1,5 Millionen Jahre am Stück Musik streamen. 2018 lag der Datenverbrauch im O2-Netz noch bei 662 Millionen Gigabyte.

Die Deutsche Telekom liegt mit 900 Millionen Gigabyte Datenverbrauch in den vergangenen zwölf Monaten leicht hinter dem Münchner Wettbewerber, wie aus einer Grafik des Bonner Konzerns hervorgeht. Vodafone-Nutzer verbrauchten im Mobilfunknetz indes rund 770 Millionen Gigabyte. Pro Tag ist das durchschnittlich etwa so viel, wie man brauchen würde, um mit einem Smartphone fast 90 000 Jahre am Stück Serien auf Netflix zu streamen, erklärte ein Sprecher. Gegenüber dem Vorjahr lag der Anstieg bei 40 Prozent.

«Ich rechne damit, dass in den kommenden Jahren ähnliche Wachstumsraten zu erwarten sind», sagt der Telekommunikations-Experte Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen. «Im internationalen Vergleich sind wir beim Datenverbrauch aber relativ weit hinten.» Das liege zum einen daran, dass es in Deutschland noch relativ große Funklöcher gibt und gut ausgestattete Daten-Tarife vergleichsweise teuer seien. Außerdem sei das Festnetz ziemlich stabil, so dass es in vielen Situationen gar keinen Anlass zur Nutzung der mobilen Netze gebe.

Anhand der Zahlen von Telefónica lässt sich auch erkennen, wie sich der Verbrauch an Datenvolumen des einzelnen Nutzers verändert hat. Brauchte ein O2-Nutzer 2017 noch durchschnittlich 3,8 Gigabyte im Monat, waren es ein Jahr später schon 4,4 Gigabyte und im vergangenen Jahr sogar 6 Gigabyte pro Monat.

Jens-Uwe Theumer vom Vergleichsportal Verivox hat eine Erklärung dafür, weshalb der Datenverbrauch im O2-Netz besonders hoch ist: «Telefónica richtet sich mit seinen Marken eher an ein jüngeres Klientel, dessen Internetnutzung geprägt davon ist, wie junge Menschen heute Medien konsumieren - ständig, überall und sofort.» Außerdem sei die Verbreitung von stationären Internetanschlüssen in dieser Zielgruppe niedriger.

Infografik Deutsche Telekom

PM Telefónica