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Rosenheimerin zurück im Rampenlicht

Sophia Thiel postet Hüllenlos-Foto mit emotionaler Botschaft - Zensur durch Instagram

Nach ihrem Rückzug aus der Öffentlichkeit im Mai 2019 gab Sophia Thiel vor wenigen Wochen ihr Comeback. Kurz darauf offenbarte sie sogar, dass sie seit Jahren an einer Essstörung leide. Das und noch viel mehr verarbeitet sie in ihrem neuen Buch. Nun hat sie das Coverbild, auf dem sie nackt abgebildet ist, auf Instagram gepostet. Doch die Plattform hat mit ihrer Freizügigkeit offenkundig ein Problem.

Der angestrebte Perfektionismus, Essattacken, Mobbing und Panik haben in den letzten Jahren so an Sophia Thiels Kräften gezerrt, dass letztendlich eine Auszeit unumgänglich gewesen sei, erklärte die gebürtige Rosenheimerin vor einigen Tagen. „Ich bin in eine Auszeit gegangen, einfach um für mich Antworten zu finden.“ Mit Hilfe einer Psychotherapie habe sie zurück in die Spur gefunden. Für sie sei es „das Beste gewesen, was ich je hätte tun können“.

Ihre Leidenszeit und den Weg aus diesem Loch hat die 26-Jährige in einem Buch niedergeschrieben. Dieses erschien am 7. Mai unter dem Titel „Come back stronger“. Es müsse eher cool sein, dass man über seine Baustellen spreche, findet Thiel. „Es sollte normal sein, dass man zu einem Therapeuten geht.“ 

Neues Buch von Sophia Thiel: „Come back stronger“

Seit wenigen Tagen ist das Buch im Handel erhältlich. Für das Cover hat sich die 26-Jährige etwas besonderes überlegt: Komplett hüllenlos sitzt sie auf eine Holzsockel. Dieses Bild postete Sophia am Tag der Bucherscheinung auch voller Stolz auf Instagram. „Mein Körper und ich. Was haben wir schon alles gemeinsam durchgemacht. Auf meiner Haut ein Labyrinth, symbolisch für die ganzen Irrwege und Sackgassen des Lebens - auf meiner langen Suche nach mir selbst.“ Doch die Social Media-Plattform hat mit diesem Schnappschuss ein Problem.

„Sensible Inhalte. Dieses Foto enthält Inhalte, die manche Menschen als verstörend empfinden können“ – mit diesem Warnhinweis hat Instagram den aktuellen Post gekennzeichnet. Erst wer auf „Foto anzeigen“ klickt, kann die Aufnahme sehen.

Warnmeldung bei Instagram

Doch warum gibt es diese Warnmeldung? In den Statuten der Plattform wird erläutert: „Um zu vermeiden, dass Nutzer Beiträge sehen, die nicht für sie geeignet sind, schränken wir möglicherweise die Sichtbarkeit von bestimmten Beiträgen ein, die uns aufgrund sensibler Inhalte von der Instagram-Community gemeldet wurden. Fotos und Videos mit sensiblen oder expliziten Inhalten werden unter Umständen mit einem Warnsymbol gekennzeichnet, um Personen vor dem Aufruf über deren Inhalt zu informieren. Diese Warnmeldung erscheint, wenn ein Beitrag im Feed oder dem Profil einer Person angezeigt wird.“

Mit dieser Maßnahme sollen vor allem jüngere Nutzer vor freizügigen oder gewaltverherrlichenden Inhalten geschützt werden.

Sophia Thiel postet Aktbild

Zwar zeigt sich die Fitness-Ikone auf ihrem neuesten Bild splitterfasernackt, die expliziten Körperstellen sind allerdings nicht zu sehen. Ein schwarzes Muster (Labyrinth) ziert ihre Haut und die Brüste versteckt sie geschickt hinter ihren Beinen. Für sie hat das Bild auch eine große Bedeutung, wie sie im Post weiter erklärt. „Vor allem während meiner Social Media Auszeit fühlte ich mich verloren und wie in einem Labyrinth: verirrt. Verzweifelt auf der Suche nach Antworten für meine damals noch nicht diagnostizierte Essstörung. Man könnte meinen, dass man von sich selbst und seinem Körper zusammen in EINEM spricht und nicht voneinander getrennt, so wie ich das hier mache. Aber so war es lange Zeit bei mir - egal wie sehr ich dagegen ankämpfte, mein eigener Körper fühlte sich an wie mein Gegner, mein größer Saboteur meines ‚Glücklich-Seins‘.“

Und weiter: „Mein Körper und ich - endlich ein Happy End? Nun ja, sagen wir es so: Wir sind inzwischen gute Freunde geworden, auch wenn wir uns manchmal streiten. Nicht mehr als Gegner, sondern als Team bestreiten wir unsere weitere Reise und freuen uns auf die Zukunft.“

Das Nacktfoto und das entsprechende Buch sind für Sophia Thiel wichtige Bestandteile um ihre Vergangenheit verarbeiten zu können und positiv in die Zukunft zu blicken. Auch wenn die generellen Vorsichtsmaßnahmen von Instagram ihre guten Seiten haben, sollte das Bild auf keinen Fall als „verstörend“ empfunden werden.

mz

Rubriklistenbild: © Screenshot Instagram

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