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"Alles was ich sagen möchte..." - Die letzten Sätze von Todeskandidaten

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Sie ist weltweit umstritten: Die Todesstrafe. Dennoch veröffentlichte das "Texas Department of Criminal Justice" nun letzte Statements von Todeskandidaten. *mit Umfrage*

In vielen Staaten der Welt wird nach wie vor die Todesstrafe verhängt. Unter anderem in einigen Staaten Amerikas- im Durchschnitt finden rund 35 Verurteilte jedes Jahr den Tod in amerikanischen Gefängnissen. Hier erhalten zum Tode verurteilte Straftäter vor der Hinrichtung die Möglichkeit, letzte Worte an die Zuschauer zu richten. Das "Texas Department of Criminal Justice" veröffentlichte eine Liste mit Statements der Verurteilen, die sie kurz vor ihrem Ableben äußerten. 

"Ihr sollt wissen, dass ich unschuldig bin"

"An meine Familie, an meine Mutter, ich liebe Euch. Gott schütze Euch, bleibt stark. Ich bin fertig": Das war der letzte Satz des 43-jährigen Gustavo Garcia. Der Raubmörder wurde am 16. Februar 2016 in Texas hingerichtet. Richard Masterson, der des Mordes schuldig gesprochen wurde, sagte kurz vor seiner Hinrichtung am 20. Januar 2016: "Ich werde zu einem besseren Ort geschickt. Es ist okay für mich. Man muss mit den Entscheidungen, die man trifft, leben. Ich habe meine gemacht. Ich liebe dich Renee, ich werde dein Herz bei mir tragen und mein Herz wird auf immer von deinem mitgetragen. Ich bin bereit." Masterson fand trotz heftiger Proteste den Tod durch eine Giftspritze. 

Auch Karl Chamberlain wurde durch eine Giftspritze exekutiert - seine letzten Worte galten seinem Opfer, Falicia Prechtl: "Es tut mir so schrecklich leid. Ich wünschte, ich könnte mehr als einmal sterben, um jedem zu sagen, wie leid es mir tut (...)". Er wurde am 11. Juni 2008 hingerichtet,  weil er die alleinerziehende Mutter Falicia Prechtl vergewaltigte und anschließend erschoss. 

Der Verurteilte Preston Hughes wurde im November 2012 hingerichtet - und das, obwohl es Unschuldsmomente gab, die nicht weiter verfolgt wurden. Dementsprechend fielen auch seine letzten Worte aus: "Mama, Celeste: Ihr sollt wissen, dass ich unschuldig bin und Euch beide liebe. Bitte kämpft weiter für meine Unschuld, auch wenn ich nicht mehr hier bin."

Auch Keith Thurmond, der ebenfalls 2012 exekutiert wurde, beteuerte seine Unschuld: "Alles was ich sagen möchte, ist dass ich unschuldig bin. Ich habe meine Frau nicht getötet (...)". 

Doch nicht jeder Todeskandidat möchte ein abschließendes Statement vor seiner Hinrichtung abgeben.

Die häufigsten letzten Wörter von Todeskandidaten

Die Daten-Seite priceonomics.com veröffentlichte am Freitag mehrere Grafiken, die die Todeskandidaten beleuchten sollen. So verbrachte David Powell die bislang längste Zeit im Todestrakt: 31 Jahre saß er, ehe er im Jahr 2010 wegen Mordes hingerichtet wurde. Joe Gonzales hingegen saß nur 252 im Todestrakt, bevor er exekutiert wurde. Gonzales soll 1996 einen Bauunternehmer getötet haben.

Auf der Homepage findet sich ebenfalls eine Tabelle mit den beliebtesten Wörtern der Straftäter. So findet sich in über 60% der letzten Sätze der Verurteilten das Wort "Liebe". Danach folgt mit rund 45% der Begriff "Familie". Das Wort "unschuldig" findet nur in 6,5% der Fälle eine Erwähnung. 

bp

Rubriklistenbild: © dpa

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