"Wir haben nichts falsch gemacht"

Lidl ruft wegen Elternpaar die Polizei - aus haarsträubenden Grund

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In einem Lidl in England ist es zu einem unglaublich kuriosen Vorfall gekommen.

Waterlooville/England - Was einem Ehepaar in einer Lidl-Filiale in England passiert ist, ist unglaublich. Selbst die vom Filialleiter gerufene Polizei staunte über den Vorfall.

Eigentlich sollte es ein ganz normaler Einkauf werden: Jackie Chandler (41) und ihr Ehemann Gary Sprake (43) waren zusammen mit ihren beiden Töchter (11 und 14) beim Einkaufen in einer Lidl-Filiale in England. Dann die Überraschung - als der Kassierer eine Flasche Gin einscannte, fragte er die ältere Tochter nach deren Ausweis, wie die Sun berichtete.

Das Skurille: Die Eltern durften den hochprozentigen Alkohol nicht kaufen, weil sie ihre beiden Töchter dabei hatten. Die Szene eskalierte schließlich so, dass der Filialleiter die Polizei rief.

Das Ehepaar wird in der Schlange beleidigt

Der 43-jährige Familienvater habe die ganze Situation nicht glauben können, sagte er der Sun: „Wir haben nichts falsch gemacht.“ Er habe sogar versucht, den Gin separat vom Großeinkauf zu bezahlen. Dennoch ließ das Discounter-Personal das nicht zu. In der Schlange ist die Familie nach eigenen Angaben sogar angepöbelt worden, weil die anderen Kunden so lange wegen ihnen warten musste.

Das Ehepaar habe dem Kassierer versichert, dass sie ihren Töchtern niemals Alkohol geben würden. Dieser habe darauf geantwortet, dass das keinen Unterschied machen würde – die ältere Tochter müsse definitiv volljährig sein, damit die Familie den Gin kaufen dürfe.

Familie ist zum „Opfer von Dummheit“ geworden

Der Vater spricht davon, ein „Opfer von Dummheit“ geworden zu sein. Auch erklärte er der Zeitung, dass Lidl „sich schämen“ solle. Sprake spinnt die Konsequenzen der Entscheidung der Filiale weiter: „Wenn ich einen Vierjährigen in einem Kinderwagen dabei hätte, würde ich dann keinen Drink bekommen?“

Der 43-Jährige fragt sich: "Und wenn ich wieder in diesen Laden gehe, was unwahrscheinlich ist, kann ich dann keinen Alkohol kaufen, weil sie wissen, dass ich eine Tochter habe? Das Ganze ist lächerlich." Der eintreffende Polizist konnte die Geschichte laut Sprake ebenfalls nicht glauben.

Lidl-Sprecher verteidigt den Kassierer

Ein Lidl-Sprecher verteidigte jedoch das Verhalten des Kassierers gegenüber der Zeitung: „Wir haben die rechtliche und moralische Verpflichtung sicherzustellen, dass kein Alkohol an minderjährige Kunden verkauft wird, auch nicht über einen stellvertretenden Verkauf.“

Zu dem Zweck habe man eine „Think 25“-Richtlinie eingeführt, die angewendet werden könne, wenn der Verdacht eines Alkoholverkaufs an Minderjährige bestünde. Allerdings gibt er zu, dass die Regel eigentlich nicht den Verkauf von Alkohol an Familien, die mit Kindern einkaufen, betreffe.

tz.de

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