Zukunftsforscher im Interview: "Es ist realistisch!"

Mensch gegen Maschine: Wird es Krieg geben?

+
Wird es einen Krieg Mensch gegen Maschine wie in den Terminator Filmen geben? Zukunftsforscher Ian Pearson glaubt ja!

Maschinen werden immer schlauer, an künstlicher Intelligenz wird weiter geforscht. Für den Zukunftsforscher Ian Pearson ist ein Konflikt Mensch gegen Maschine durchaus realistisch. Die düstere Prognose Wissenschaftlers:

Ian Pearson ist hauptberuflich Futurologe. Zukunftsforschung oder auch Futurologie ist die systematische und kritische wissenschaftliche Untersuchung von Fragen möglicher zukünftiger Entwicklungen. Mit seiner

Firma "Futurizon"

berät der Brite Unternehmen bei ihrer Zukunftsplanung. Bei seinen Vorhersagen erreicht Pearson immerhin eine Trefferquote von rund 85 Prozent, man kann sich also durchaus zumindest anhören was er zu sagen hat.

Im Wirtschaftsmagazin "Bilanz" hat er sich jetzt zu den Entwicklungen der nächsten Jahre geäußert und er zeichnet ein durchwachsenes Bild der Zukunft. Zum einen erwartet er viele positive Entwicklungen, wie etwa das selbst fahrende Auto. Er geht davon aus, dass die Maschinen weiter intelligenter werden und sich unser Alltag in den nächsten Jahren stark wandeln wird.

Pearson rechnet damit, dass in der Arbeitswelt schon bald die technischen und wissenschaftlichen Kenntnisse in den Hintergrund rücken werden und die zwischenmenschlichen Fähigkeiten an Bedeutung gewinnen. Die Maschinen werden das Wissen haben, der Mensch wird es nutzen. So könnten Maschinen Krankheiten diagnostizieren. Im Interview sagte er: "Wenn wir weiterhin diesen Weg der künstlichen Intelligenz gehen, mit immer intelligenter werdenden Maschinen, können wir wahrscheinlich eines Tages den Krebs besiegen, Herzkrankheiten loswerden, wir können das Armutsproblem lösen und alle Menschen dieser Erde mit ausreichend Wasser und Nahrung versorgen."

Mensch gegen Maschine - Wird es Krieg geben?

Für den Zukunftsforscher ist ein Szenario wie in den Terminator-Filmen jedenfalls nicht ausgeschlossen: "Es ist realistisch. Es könnte theoretisch passieren, in fünf oder sechs Jahren vielleicht. Wir beobachten große Sprünge in der künstlichen Intelligenz, das Wachstum ist fast schon exponentiell. Und das ist nur das, was wir offiziell erfahren. Auch das Militär forscht in diesem Bereich, und die teilen uns längst nicht alles mit. " Doch der Futurologe sieht zwar die Möglichkeit eines solchen Konflikts, doch einen Grund für die Maschinen gegen die Menschen in den Krieg zu ziehen kann sich der Brite nicht vorstellen. "Werden Maschinen einen Krieg gegen uns anzetteln wollen? Warum sollten sie das tun?"

Für Pearson steckt allerdings bereits in den Neuheiten des letzten Jahrzehnts großes Gefahrenpotential: "Ich behaupte, dass dies ein sehr gefährliches Jahrhundert werden wird. Und ich stimme mit vielen anderen Wissenschaftlern darin überein, dass wenn wir nicht vorsichtiger werden, dies unser letztes Jahrhundert sein wird." Für besonders gefährlich hält er Drohnen. Sie sind für Jedermann frei verfügbar und in den falschen Händen schnell zur Waffe umgerüstet. Auch künstliche Intelligenz könne, mit kriminellen Hintergedanken eingesetzt, laut dem Zukunftsforscher viel Schaden anrichten. Im Interview mit Bilanz sagte er: "Wenn man 30 oder 40 Jahre weiter denkt, haben wir eine Situation, in der einfach jeder einen roten Knopf besitzt, mit dem man die Welt zerstören kann."

Bei diesen Teils düsteren Aussichten wollen wir hoffen das zumindest der Feldzug der Maschinen gegen den Menschen in einigen Jahren Pearsons Fehlerquote angerechnet werden kann.

ln

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser