50 Zivilisten entführt

Afghanistan: Zehn Tote bei Gefechten mit Taliban

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Afghanische Taliban-Kämpfer im Norden Kabuls (Archiv). 

Kabul - Der Konflikt zwischen Taliban und der afghanischen Regierung droht wieder zu eskalieren: Bei Gefechten um ein Dorf im Nordwesten Afghanistans sind zehn Menschen getötet worden. 

Fünf seien Mitglieder einer Bürgerwehr, fünf seien Talibankämpfer, sagte ein Sprecher der Provinzpolizei, Karim Jurisch, am Mittwochnachmittag (Ortszeit).

Die Männer der Bürgerwehr hätten zwei Sicherheitsposten im Dorf Gorsad in der Provinz Fariab bemannt, als die Taliban angriffen. Das Dorf sei nun in den Händen der Taliban. Sicherheitskräfte versuchten, es zurückzuerobern.

Die afghanische Regierung hat landesweit Zehntausende Zivilisten mit leichten und schweren Waffen ausgerüstet und nennt diese neuen Heimatmilizen „Aufstandskräfte“. Sie sollen vor der eigenen Haustür die Taliban bekämpfen, wenn die überstrapazierte Armee und die Polizei nicht schnell genug eingreifen können.

In einer Nachbarprovinz, Dschausdschan, haben die Taliban nach Regierungsangaben 52 Zivilisten entführt, um Lösegeld zu erpressen. Der Sprecher des Gouverneurspalastes, Mohammed Resa Ghafuri, sagte, die Aufständischen in der Gegend seien knapp bei Kasse und versuchten so, ihre Mittel aufzubessern. Alle Opfer seien Bauern. Die Taliban hätten sie von ihrem Feldern entführt, als sie gerade die Frühjahrsaussaat vorbereiten wollten. Stammesälteste verhandelten nun um ihre Freilassung. Der Gouverneur habe bei der Regierung in Kabul um Truppen für eine Offensive gegen die Taliban gebeten.

dpa

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