Darf das ein Altbundespräsident?

Offenbar neuer Job für Christian Wulff - Heftige Kritik von Sahra Wagenknecht

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Christian Wulff hat offenbar einen neuen Job.

Berlin - Altbundespräsident Christian Wulff soll nach einem Zeitungsbericht einen neuen Job gefunden haben. Heftige Kritik dafür hagelt es von Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht.

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ ist Wulff seit Ende April für die Firma Yargici tätig. Das Berliner Büro von Wulff war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Geschäftsführer des Unternehmens in Deutschland, Erik Schaap, sagte der Zeitung, Wulff begleite die Firma seit dem Markteintritt Anfang 2016 juristisch. SPD und Linke kritisierten dies scharf.

„Im Grunde war es Herr Wulff, der das Unternehmen dazu motiviert hat, in Deutschland zu starten“, sagte Schaap der „Bild am Sonntag“. Eine Mitarbeiterin Wulffs sagte der Zeitung, aus rechtlichen Gründen keine Angaben zur Höhe des Verdienstes geben zu können.

Scharfe Kritik von Sarah Wagenknecht

„In der Regel übernehmen Altbundespräsidenten Ehrenämter und werden nicht Prokuristen von Modefirmen“, kritisierte der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Ralf Stegner in der „BamS“. „Der lebenslange Ehrensold wird schließlich gewährt, damit ehemalige Staatsoberhäupter nicht gezwungen sind, sich etwas dazu verdienen zu müssen.“ Wulff erhält einen Ehrensold von mehr als 200 000 Euro im Jahr als Ex-Bundespräsident.

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht forderte, Gesetze über die finanzielle Ausstattung von Altbundespräsidenten zu ändern. „Es kann nicht sein, dass Wulff jährlich 236 000 Euro vom Steuerzahler erhält und private Einkünfte überhaupt nicht angerechnet werden.“ Ihre Partei werde dazu im Bundestag einen Antrag stellen.

dpa

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