Anis Amri

Auf Facebook: Berlin-Attentäter suchte Frau zum Heiraten

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Das Bild zeigt ein Fahndungsfoto von Anis Amri.

Berlin/Mailand - In einer Polizeikontrolle in Mailand wurde der Attentäter von Berlin erschossen. Ermittler haben den Verdacht, dass er auf dem Weg nach Sizilien gewesen sein soll - zu einer Frau. Und davon soll Anis Amri mehrere gehabt haben.

Der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, hat über Facebook offenbar nach Frauen gesucht, um sie zu heiraten - um damit seine Abschiebung nach Tunesien zu verhindern. Das geht aus Recherchen des ZDF-Magazins „Frontal 21“ hervor.

Demnach habe Amri mehrere Frauen aus Deutschland und der Schweiz über Facebook kontaktiert. Eine Schweizerin sagte im Interview mit dem Sender: „Man hat schon gemerkt, dass er ein Problem mit dem Aufenthalt hat. Mein Vorschlag war, vielleicht ein Jahr zu warten, aber sicher nicht so schnell, schnell.“ Auf Amris - inzwischen gelöschten - Facebookaccount gab es offenbar 140 Frauenkontakte.

Anis habe „mehrere junge Frauen in Deutschland umworben“

Italienische Ermittler hatten vergangene Woche erstmals öffentlich über Amris Frauenkontakte gesprochen. Er habe „mehrere junge Frauen in Deutschland umworben“. Auch sie gehen davon aus, dass er damit möglicherweise das Bleiberecht erhalten wollte.

Nach dem Anschlag in Berlin hatte Amri einer jungen Italienerin mehrere SMS geschickt. Sie habe bestätigt, die Nachrichten empfangen zu haben, gelte aber nicht als Verdächtige in dem Fall, so die italienischen Ermittler. Amri könnte nach dem Anschlag auf dem Weg nach Sizilien gewesen sein, als er von einer Polizeistreife in Mailand gestoppt und erschossen worden war. Auf Sizilien habe er während eines früheren Aufenthalts in einer Flüchtlingsunterkunft in Belpasso eine junge Frau kennengelernt, die er umworben habe, so die Italiener.

Amri hatte am 19. Dezember 2016 auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gezielt einen Lkw gesteuert und so zwölf Menschen getötet und 56 verletzt.

dpa/bew

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