Darum konnte er nicht verhaftet werden

Bericht: Anis Amri bot sich als Selbstmordattentäter an

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Nach Anis Amri wird derzeit europaweit gefarmt.

München -  Der wegen des Anschlags in Berlin gesuchte Tunesier Anis Amri bot sich offenbar als Selbstmordattentäter an. Dies berichtet der Spiegel.

Der wegen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gesuchte Tunesier Anis Amri hat sich nach einem Bericht des Spiegel offenbar bereits vor Monaten als Selbstmordattentäter angeboten. Das Magazin beruft sich auf die Auswertung der Telefonüberwachung sogenannter "Hassprediger". Allerdings seien die Äußerungen Amris so verklausuliert gewesen, dass sie nicht für eine Festnahme ausgereicht hätten.

Dem Bericht zufolge erkundigte sich der Tunesier auch, wie er sich Waffen beschaffen könne. Amri wird dringend verdächtigt, am Montagabend einen polnischen Lkw in seine Gewalt gebracht und in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert zu haben. Dabei kamen der polnische Fahrer des Lkw sowie elf weitere Menschen ums Leben, etwa 50 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Über Amri, der 2015 über Italien nach Deutschland gelangt war, hieß es weiter im "Spiegel", er habe sich hierzulande gegenüber den Behörden als politisch verfolgter Ägypter ausgegeben. Da er so gut wie keine Angaben über Ägypten habe machen können, sei sein Asylantrag innerhalb weniger Wochen als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt worden. Auch sei damals bereits aufgefallen, dass er sich unter verschiedenen Identitäten in Europa bewegte.

Medien: Amri war in Schule in Italien schon gewalttätig

Laut Presseberichten fiel Amri schon als Schüler in Italien als Gewalttäter auf. Er schuf in der Klasse ein Klima des Schreckens“, schrieb die italienische Tageszeitung „La Stampa“ am Donnerstag über die kurze Zeit des Tunesiers an einer Schule in Catania auf Sizilien 2011. Der junge Mann habe dort Eigentumsdelikte, Drohungen und Körperverletzung begangen.

Als man versuchte, ihn zur Raison zu bringen, habe Amri rebelliert. „Seine Geschichte als guter Migrant endete mit dem Versuch, die Schule anzuzünden“, schrieb das Blatt unter Berufung auf seine Strafakte.

Dem Bericht zufolge wurde Amri nach seiner Flucht aus Tunesien im Februar 2011 von der italienischen Polizei registriert. Obwohl er volljährig gewesen sei, habe er sich als minderjährig ausgegeben, weil er sich davon anscheinend Vorteile versprochen habe. Nach den Vorfällen an der Schule habe ihn die Polizei im Oktober 2011 festgenommen. Das italienische Innenministerium wollte die Informationen zunächst nicht bestätigen.

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afp

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