In Ankara

Attentat auf Botschafter: Russland warnt vor voreiligen Schlüssen 

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Vor dem russischen Konsulat in Ankara werden dutzende Blumen niedergelegt.

Moskau - Nach dem tödlichen Attentat waren sowohl Russland als auch die Türkei vor voreiligen Schlüssen. Noch weiß man nicht, welche genauen Hintergründe hinter dem Attentat stehen.

Nach dem tödlichen Attentat auf den russischen Botschafter in der Türkei hat die russische Regierung vor voreiligen Schlüssen zu den Hintergründen gewarnt. Es sei zu früh um zu sagen, wer hinter dem Attentat stecke, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Zunächst müssten die Ergebnisse der Ermittlungen abgewartet werden. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte zuvor die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen für das Attentat verantwortlich gemacht.

Die türkische Regierung hält den im Exil in den USA lebenden Gülen für den Drahtzieher des gescheiterten Militärputsches von Mitte Juli, was der einstige Weggefährte von Präsident Recep Tayyip Erdogan entschieden bestreitet. Ankara geht seit dem Umsturzversuch mit aller Härte gegen Gülen-Anhänger und andere vermeintliche Regierungsgegner vor.

Ein 22-jähriger Polizist hatte am Montag in Ankara bei einer Ausstellungseröffnung den russischen Botschafter Andrej Karlow erschossen und die Tat als Rache für das russische Vorgehen im Syrien-Krieg bezeichnet. Russische Ermittler untersuchen nun in der Türkei gemeinsam mit ihren türkischen Kollegen den Anschlag.

AFP

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