Manipulationsvowürfe gegen Regierung

Ausschreitungen nach Wahl in Simbabwe - Mehrere Tote

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Nach den Wahlen in Simbabwe

Die Wahlen in Simbabwe haben heftige Demonstrationen hervorgerufen. Dabei kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Die Opposition wirft der Regierung Manipulation vor.

Harare - Tödliche Unruhen trüben zwei Tage nach den Wahlen in Simbabwe die Hoffnung auf einen friedlichen Neuanfang. Bei gewaltsamen Protesten sind am Mittwoch mindestens drei Menschen getötet worden. Sie kamen nach Polizeiangaben bei "Unruhen und Tumulten" im Zentrum der Hauptstadt Harare ums Leben. Die Oppositionspartei MDC verurteilte die Gewalt, die UNO sowie die USA riefen zu "Zurückhaltung" auf. 

Soldaten haben am Mittwoch das Feuer auf regierungskritische Demonstranten eröffnet und dabei mindestens drei Menschen getötet. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, die Demonstranten schleuderten Steine. Nach Angaben eines AFP-Fotografen schossen Sicherheitskräfte auch mit scharfer Munition. Ein Mann starb demnach an einem Schuss in den Bauch. In den Straßen um den Sitz der Wahlkommission zogen Panzer und Truppenfahrzeuge der Armee auf. Präsident Emmerson Mnangagwa rief angesichts der Proteste zu "Frieden" auf. Die Opposition wirft der langjährigen Regierungspartei Zanu-PF Wahlmanipulation vor.

Wehren sich gegen die aktuelle Regierung: Anhänger der Opposition protestieren.

Zanu-PF offenbar mit absoluter Mehrheit im Parlament

Auch die EU-Beobachtermission attestierte der Wahl erhebliche Mängel. Die Zanu-PF kann Medienberichten zufolge mit einer absoluten Mehrheit im künftigen Parlament rechnen. Die Partei habe mindestens 110 der 210 Sitze im Abgeordnetenhaus sicher, berichtete die Mediengruppe „ZBC“ am Mittwoch. Die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) von Oppositionsführer Nelson Chamisa kommt demnach auf 41 Mandate.

Zum Ausgang der Präsidentschaftswahl lagen noch keine Ergebnisse vor. Die Wahl am Montag war die erste seit der Entmachtung des autoritären Präsidenten Robert Mugabe.

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afp

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