„Der letzte Präsident“

Sagte ein Autor vor über 100 Jahren Trumps Niedergang voraus?

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Wird Trump irgendwann untergehen? Einige Leser glauben sie hätten den Beweis dafür nun gefunden.

Eine steinreiche Figur namens Baron Trump und ein unpopulärer Kandidat, der Präsident wird. Die Leser der Bücher von Lockwood sind sich sicher: Der Autor sagte Trumps Untergang voraus. 

New York - Sein letztes Buch trägt den Titel „Der letzte Präsident“. Ingersoll Lockwood hat es geschrieben und zwar bereits vor 100 Jahren. Doch der Inhalt des Buches soll derzeit aktueller denn je sein. Das sagt zumindest die Internetgemeinde, wie huffintonpost.de berichtet.

Erste Parallelen auch in seinen Kinderbüchern

Lockwood lebte bereits im 19. Jahrhundert, genauer von 1798 bis 1855. In dieser Zeit schrieb er Science-Ficition- und Fantasy-Geschichten. Unter der Vielzahl von ihm geschrieben Bücher, finden sich auch zwei Kinderbücher. Und bei denen fangen die erste Parallele zu Trump an, denn den Protagonisten der Bücher nannte der Autor: Baron Trump. Doch das ist nicht das einzige verwunderliche Detail des Buches. 

Wie die US-Nachrichtenseite Newsweek schreibt, haben Leser in Internetforen noch weitere Parallelen zum aktuellen US-Präsidenten gefunden:

Wie auch Donald Trump, ist der Protagonist des Buches sehr wohlhabend und lebt - ganz wie eben der US-Präsident früher in seinem Trump Tower - in seinem Schloss Trump.

Aber es wird noch skurriler. In dem Buch, das den Namen ‚Baron Trump‘s Marvelous Undergorund Journey‘ trägt, erhält die Figur Baron Trump ein Buch. Und zwar von einer Person mit dem Namen Don, ganz wie der Spitzname von Donald Trump Junior. Dieses Buch führt den Protagonisten nach Russland und auf eine abenteuerliche Reise. Einen aktuelleren Bezug könnte das Buch kaum haben, denn auch der US-Präsident reiste schon nach Russland. Zudem ist Trump aktuell mit den Vorwürfen konfrontiert, sein Wahlkampfteam habe sich mit dem Kreml abgesprochen und so den Ausgang der Wahl beeinflusst.

Der letzte Präsident?

Den letzten Roman von Lockwood, der den Namen ‚Der letzte Präsident‘ trägt, sehen einige Nutzer nun fast als eine Prophezeiung. Das Buch erschien bereits 1896 und hat eigentlich nichts mit den beiden Kinderbüchern von Lockwood zu tun. Dennoch sehen einige Leser auch hier weitere Hinweise:

Das Buch beginnt in New York und zwar zu einer Zeit, in der ein unpopulärer Außenseiter die Wahl in den USA gewonnen hat. So kam es auch in der Realität. Denn eigentlich wurde Donald Trump, selbst von seiner eigenen Partei, nicht als Kandidat ernst genommen. Er, der steinreiche Immobilienunternehmer ohne politische Erfahrung war - eben wie in dem Buch - zunächst ein Außenseiter unter den Kandidaten.

Im Buch beschreibt der Autor die Situation nach der Wahl des ‚unpopulären Präsidenten‘ als unruhig. „Anarchisten und Sozialisten organisieren ganze Horden und drohen, die Häuser der Reichen zu plündern, die ihnen Unrecht angetan und sie für viele Jahre unterdrückt haben", sagt ein Polizist im Roman. Was in der Realität auf der Fifth Avenue steht, dürften viele wissen: Der berühmte Trump Tower.

Regisseur sammelt Geld für Verfilmung der Bücher

Im Buch ist der Präsident der letzte der USA, denn die Republik hört auf überhaupt zu existieren. Dass es soweit einmal kommt, das ist natürlich abwegig. Dennoch glauben einige Leser, dass das Buch den Untergang Trumps voraussagt und sind begeistert von Lockwoods Geschichten.

Der Regisseur und Trump-Anhänger Leigh Scott sammelt per Crowdfunding sogar bereits Geld, um die Geschichten des Autors zu verfilmen. 

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