+++ Eilmeldung +++

News-Ticker

Türkei-Wahl 2018: Erdogan erklärt sich zum Sieger – Massive Manipulationsvorwürfe – So wählten die Deutsch-Türken

Türkei-Wahl 2018: Erdogan erklärt sich zum Sieger – Massive Manipulationsvorwürfe – So wählten die Deutsch-Türken

"Völlig überlastete Kommunen"

Baden-Württemberg sucht nach Unterkünften für traumatisierte IS-Opfer

Stuttgart - Die baden-württembergische Landesregierung sucht händeringend Unterkünfte für bis zu 1000 traumatisierte Opfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus dem Irak.

Der zuständige Projektleiter im Staatsministerium in Stuttgart, Michael Blum, sagte, die Erfassung der Frauen und Kinder in Kurdistan sei nicht mehr das Problem. „Wir müssen die Leute unterbringen, das ist das Nadelöhr.“ Aktuell böten zehn Kommunen in Baden-Württemberg 860 Plätze. Es handelt sich um ein Sonderkontingent der grün-roten Landesregierung, über das bis zum Jahresende bis zu 1000 Frauen und Kinder, die Opfer der Terrormiliz wurden, aufgenommen werden sollen.

Der baden-württembergische Städtetag verweist auf die völlig überlasteten Kommunen. „Wir unterstützen das Projekt voll“, sagte der zuständige Dezernent, Gerhard Mauch. Aber: „Wir haben die Plätze nicht.“ Das Land müsse erst einmal seine eigenen Liegenschaften genauer überprüfen, die Asylverfahren müssten beschleunigt werden, und es müsse konsequenter abgeschoben werden. Über 50 Prozent der Asylbewerber, die hier seien, müssten in ihre Heimat zurück.

Das Staatsministerium verweist darauf, dass die Kommunen für die Unterbringung der traumatisierten IS-Opfer höhere Pauschalen bekämen als für reguläre Flüchtlinge. Außerdem müssten die Kommunen im Gegenzug weniger Asylbewerber aufnehmen. Das Land beziffert die Kosten für bis zu 1000 Frauen und Kinder auf 42 Millionen Euro für den Zeitraum von drei Jahren. Hinzu kommen Kosten für die gesundheitliche Behandlung, etwa der Traumata, von maximal 53 Millionen Euro, macht zusammen 95 Millionen Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser