Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Westafrikareise

Baerbock trifft Malis Präsidenten - Klima-Rede in Niger

Außenministerin Baerbock besucht Mali
+
Annalena Baerbock springt im Camp Castor in Gao neben einem Bundeswehrsoldaten aus einem gepanzerten Fahrzeug.

Auch beim ersten Besuch von Außenministerin Annalena Baerbock in Afrika lässt sie der russische Krieg in der Ukraine nicht los. Moskau versucht, in Mali an Einfluss zu gewinnen.

Bamako/Niamey - Außenministerin Annalena Baerbock setzt ihre Westafrikareise an diesem Mittwoch mit einem Treffen mit dem malischen Übergangs-Präsidenten Assimi Goïta fort.

Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, geht durch einen Airbus A400M der Luftwaffe auf dem Flughafen in Bamako in Mali.

Kurz vor ihrer Abreise aus Deutschland hatte die Grünen-Politikerin kritisiert, die Regierung in Bamako habe in den vergangenen Monaten „international sehr viel Vertrauen verspielt, nicht zuletzt durch Verschleppung des demokratischen Übergangs und durch intensivierte militärische Zusammenarbeit mit Moskau“.

Das deutsche Engagement in der Region müsse hinterfragt werden, kündigte Baerbock an. Dies müsse „insbesondere für unseren Beitrag im Rahmen der EU-Mission EUTM gelten, deren Ziele die malische Regierung durch ihr Handeln faktisch konterkariert“. Neben gut 1100 Bundeswehrsoldaten im Rahmen des UN-Stabilisierungseinsatzes Minusma sind gut 300 weitere deutsche Soldaten als Teil der EU-Ausbildungsmission EUTM in Mali im Einsatz. Die Mandate laufen bis Ende Mai, dann müssen sie vom Bundestag verlängert werden.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte am Montag bekannt gegeben, dass die EU die praktische Ausbildung von Sicherheitskräften in Mali stoppt. Es gebe keine ausreichenden Garantien der Übergangsregierung, dass es keine Einmischung der russischen Söldnerfirma Wagner gebe. Laut Borrell wird die EU aber im Land präsent bleiben, um Sicherheitskräfte strategisch zu beraten und um ihnen die Regeln der Kriegsführung beizubringen.

Weiterreise nach Niger

Am frühen Nachmittag wollte Baerbock nach Niger weiterreisen. In der Hauptstadt Niamey war eine Rede der Ministerin zum Thema Klima und Sicherheit geplant. Baerbock wollte sich zudem mit der Leiterin der EU-Polizeimission EUCAP Sahel Niger, der Deutschen Antje Pittelkau, zu einem Gespräch treffen.

Mali und Niger sind frühere französische Kolonien, sie gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Niger hat 23 Millionen Einwohner, das Land steht beim Index für Menschliche Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) auf dem letzten Platz von 189 Ländern. dpa