Vor Bundestagswahl im September 2017

Bayerns Bürger wollen eigenständigen CSU-Kurs im Wahlkampf

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Horst Seehofer.

München - Die Menschen in Bayern befürworten nach einer Umfrage einen eigenständigen Kurs der CSU gegenüber der Schwesterpartei CDU im Bundestagswahlkampf.

Laut der am Mittwoch veröffentlichten Telefonumfrage für die Fernsehsendung „17:30 Sat.1 Bayern“ antworteten die Befragten zu 50 Prozent, dass sie solch einen Kurs begrüßen, 47 Prozent lehnen ihn ab. Deutlicher war das Ergebnis unter den CSU-Wählern, die einen eigenständigen Weg zu 61 Prozent begrüßen.

Bei der Frage, ob die CSU bei einer möglichen erneuten Regierungsbeteiligung auf einer Obergrenze von maximal 200 000 neuen Flüchtlingen pro Jahr beharren oder lieber in die Opposition gehen sollte, sprachen sich 48 Prozent für den Schritt in die Opposition aus. Fast ebenso viele, 47 Prozent, waren aber dagegen. Bei den CSU-Wählern war das Ergebnis deutlicher: 56 Prozent für Opposition, 40 Prozent dagegen.

Scheuer: Das gibt Rückenwind

Keine Mehrheit gibt es für die Idee, dass Parteichef Horst Seehofer bei der Bundestagswahl als Spitzenkandidat antritt und nach Berlin geht. In beiden Gruppen waren weniger als 40 Prozent dafür und deutlich mehr als 50 Prozent dagegen.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer bezeichnete die Ergebnisse der Umfrage als „Bestätigung und Rückenwind für unsere Politik“. Die CSU werde „konsequent für die Umsetzung unserer Forderungen kämpfen“.

dpa

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