Streit um Abschiebepraxis

62 Gefährder müssten offenbar sofort abgeschoben werden

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Weil sie keine gültigen Papiere besitzen, gestaltet sich die Abschiebung der sogenannten Gefährder schwierig. 

Berlin - In Deutschland leben einem Pressebericht zufolge derzeit 224 Gefährder mit ausländischer Staatsangehörigkeit, von denen 62 sofort abgeschoben werden müssten.

Bei ihnen sei der Asylantrag abgelehnt worden, berichtete die Zeitung "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Die 62 seien ausreisepflichtig, ihre Abschiebung sei aber wegen fehlender gültiger Ausweise oft schwierig. Dem Bundeskriminalamt sind laut "WamS" rund 550 Gefährder bekannt, von denen sich derzeit aber nicht alle in Deutschland aufhalten. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte eine schärfere Abschiebepraxis bei Gefährdern. "Bei ihnen darf eine Abschiebehaft nicht daran scheitern, dass Ausweise nicht vorliegen", sagte Herrmann der "Welt am Sonntag". In solchen Fällen sei eine wesentlich längere Abschiebehaft als bisher üblich notwendig.

dpa

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