Rechtsexperten besorgt

Bericht: Diplomaten wechseln auf Trumps Druck in sein Hotel

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Ein verkleideter Mann demonstriert gegen Trump vor dem Trump International Hotel in Washington (Archiv).

Washington - Die kuwaitische Botschaft in Washington soll laut einem Bericht auf Druck aus Donald Trumps Unternehmen eine jährliche Feier in das Hotel des designierten US-Präsidenten verlegt haben. 

Der renommierte Blog „Think Progress“ beruft sich auf Dokumente und Zeugen. Demnach habe die Botschaft im Frühjahr für ihr Jahresevent ein anderes Hotel gebucht. Nach der Wahl am 8. November habe die Trump Organisation den kuwaitischen Botschafter aufgefordert, die Feier in Trumps Hotel unweit des Weißen Hauses zu verlegen. Eine Reaktion der Botschaft oder der Trump Organisation gab es zunächst nicht.

Es gibt seit längerem Berichte darüber, dass Diplomaten das unlängst eröffnete Hotel in der Hauptstadt vermehrt in der Hoffnung nutzen, daraus politisches Kapital zu schlagen. Der jetzige Bericht hätte insofern eine neue Qualität, als er belegte, dass die Trump Organisation die Präsidentschaft im Wortsinne zu kapitalisieren sucht. Eine solche Vermischung der Interessen nährte nicht nur ethische Bedenken, Interessenkonflikte wie diese brächen nach Einschätzung von Rechtsexperten auch die Verfassung.

Die „Washington Post“ hatte mit Bezug auf Trumps Hotel Diplomaten aus Nahost mit den Worten zitiert: „Davon können Sie ausgehen, dass alle Delagationen dort hingehen werden.“ Bahrain feiert seinen Nationalfeiertag am 7. Dezember im Trump Hotel. Aserbaidschan begeht dort zur Feier des Lichterfestes eine Chanukka-Party.

dpa

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