Kanzlerin will „nach vorne gucken“

Merkel: Abschied von Obama fällt schwer

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Ein Abschied auf Zeit? Kanzlerin Angela Merkel und Barack Obama begegnen sich in Deutschland ein letztes Mal als Staatsoberhäupter.

Berlin - Beim letzten Deutschland-Besuch von Barack Obama als US-Präsident findet Angela Merkel emotionale Abschiedsworte. Ein Wiedersehen schließt die Kanzlerin aber nicht aus.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den scheidenden US-Präsident Barack Obama emotional und pragmatisch zugleich verabschiedet. Auf die Frage, ob ihr der Abschied schwer falle, bekannte Merkel am Donnerstag bei der Pressekonferenz mit Obama nach einem Treffen im Kanzleramt: „Na klar. Wenn man mit jemandem gut zusammengearbeitet hat, dann fällt der Abschied auch schwer.“ Aber schließlich sei man ja auch Politiker - „und Demokratie lebt vom Wechsel“. In der US-Verfassung sei es sehr hart vorgegeben: „Acht Jahre, und dann kommt ein neuer Präsident“, meinte Merkel nüchtern.

Wenn es im deutschen Interesse sei, gute transatlantische Beziehungen zu haben, sei es nun eben die Aufgabe, „einfach auch nach vorne zu gucken“, sagte Merkel. Künftige gegenseitige Besuche blieben ja möglich, machte sie klar: „Wenn wir uns persönlich begegnen wollen, schließt das ja der freie Reiseverkehr, den wir Gott sei Dank in allen Teilen Deutschlands haben, nicht aus. Und insofern sind wir ja nicht aus der Welt, wie man bei uns sagen würde.“

Obama reagierte entspannt mit einer hilflosen Geste, einem Lächeln und augenzwinkernd auf Merkels Pragmatismus - und sorgte damit für Lacher in den Reihen der Journalisten.

In unserem Ticker informieren wir Sie ausführlich rund um den letzten Deutschland-Besuch von Barack Obama als US-Präsident.

dpa

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