Birma schmettert Suu Kyi-Berufung ab

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Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bleibt im bevorstehenden Wahlkampf unter Hausarrest.

Rangun - Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bleibt im bevorstehenden Wahlkampf unter Hausarrest. Das oberste Gericht der Militärdiktatur hat ihre Berufung am Freitag abgeschmettert.

Das teilten ihre Anwälte in der Hafenstadt Rangun mit. Suu Kyi (64) war im August vergangenen Jahres erneut verurteilt worden, weil sie nach Lesart der Junta die Auflagen ihres noch bestehenden Hausarrests verletzt hatte. Die Anklage ging auf den mysteriösen Besuch eines Amerikaners zurück, der angeblich unbemerkt zu ihrem schwer bewachten Haus geschwommen war.

Juntachef Than Shwe wandelte die dreijährige Haftstrafe mit Zwangsarbeit in 18 Monate Hausarrest um. Die Oppositionsführerin hat 14 der letzten 20 Jahre isoliert in ihrem Haus in Rangun verbracht. Ihre Partei NLD hatte die Wahlen 1990 gewonnen, die die Junta nie anerkannte. Das Land steht seit 1962 unter Militärherrschaft. In diesem Jahr sollen Wahlen stattfinden, bei denen sich das Militär aber Schlüsselpositionen in der Regierung und ein Viertel der Sitze im Parlament schon gesichert hat.

dpa

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