Bundesrichter fordert Aus für lebenslange Freiheitsstrafe

+
Ein BGH-Richter fordert die Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe - sie sei eine verfassungswidrige Idee aus der Vergangenheit. Foto: Angelika Warmuth/Archiv

Karlsruhe (dpa) - Bundesrichter Thomas Fischer fordert die Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe. Diese sei eine verfassungswidrige Idee aus der Vergangenheit und reine Symbolik.

Das schreibt der Strafrichter am Bundesgerichtshof (BGH) in einem Beitrag für "Zeit Online". "Wir sollten uns von ihr verabschieden".

Derzeit verbüßten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilte Täter ungefähr 19,5 Jahre Haft, schreibt der Vorsitzende Richter des zweiten BGH-Strafsenats. "Die lebenslange Freiheitsstrafe ist bei uns nämlich vor allem eine symbolische Veranstaltung". Politiker trauten sich aber nicht, das zuzugeben. 

So habe Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) bereits mitgeteilt, dass bei seiner beabsichtigten Reformierung der Tötungsdelikte die lebenslange Freiheitsstrafe nicht zur Disposition stehe. Das Bundesjustizministerium wollte den Beitrag Fischers nicht kommentieren.

Beitrag Fischer

Zurück zur Übersicht: Politik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser