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1100 deutsche Soldaten

Früher als gedacht: Nato-Abzug aus Afghanistan hat bereits begonnen

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Bundesministerin der Verteidigung, spricht zum Systemwechsel bei den Such- und Rettungshubschraubern des Heeres am Fliegerhorst Holzdorf vor einem neuen Such- und Rettungshubschrauber vom Typ H145 LUH SAR (Light Utility Helicopter Search and Rescue).
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Die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte bereits einen Abzug aus Afghanistan angekündigt.

Der Abzug der Truppen aus Afghanistan hat nach Angaben der Nato bereits begonnen. Es sind noch rund 7500 Soldaten im Land, darunter etwa 1100 aus Deutschland.

Update vom 29. April, 20.09 Uhr: Der Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan hat nach eigenen Angaben des Bündnisses begonnen. Der eigentlich für den 1. Mai vorgesehene Schritt sei bereits gestartet worden, teilte das Militärbündnis am Donnerstagabend in Brüssel mit. Da die Sicherheit der Truppen höchste Priorität habe, würden jedoch keine Details zu der Operation mitgeteilt. Der Abzug solle in „ein paar Monaten“ abgeschlossen sein.

Nach offiziellen Angaben waren jüngst 2500 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. Darüber hinaus befinden sich auch noch rund 18.000 US-Vertragskräfte, sogenannte „Contractors“, in dem Land, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Die Nato hat noch rund 7500 Soldaten im Land, darunter etwa 1100 aus Deutschland.

Bundeswehr stellt sich auf schnelleren Abzug aus Afghanistan ein - „Einfach nur unwürdig“

Update vom 21. April, 11.35 Uhr: Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kritisiert ein Drängen der USA auf einen schnelleren Abzug aus Afghanistan. Es sei „einfach nur unwürdig“, sich nach 20 Jahren bei der Frage des Abzugs an den symbolischen Feiertagen der USA ausrichten zu müssen. „Wir sind nicht die Zierpüppchen der USA, auch wenn diese den Hut aufhaben“, sagte Strack-Zimmermann am Mittwoch in Berlin, nachdem der Verteidigungsausschuss über den 4. Juli als nun möglichen Termin für den Abzug der Nato-Mission „Resolute Support“ unterrichtet wurde. „Die Truppe muss jetzt schnell und sicher zurück.“ Es bleibe die Frage der Verantwortung: „Was wird aus den Menschen in Afghanistan und wann folgt endlich die Evaluierung des Einsatzes? Es wird Zeit, dass die Bundesregierung liefert!“

Erstmeldung vom 20. April:, 10.22 Uhr: Berlin - Die Bundeswehr stellt sich in Absprache mit den Nato-Verbündeten auf einen deutlich schnelleren Abzug aus Afghanistan ein. Das Verteidigungsministerium informierte am Mittwoch Bundestagsabgeordnete über Beratungen, wonach der Termin auf den 4. Juli vorgezogen werden könnte. Die USA als größter Truppensteller hatten sich bisher auf einen Abzug bis zum 11. September festgelegt, dem 20. Jahrestag der Terroranschläge des islamistischen Netzwerks Al-Kaida in den USA.

„Zurzeit gehen die Überlegungen im Hauptquartier Resolute Support in Kabul in die Richtung, den Abzugszeitraum zu verkürzen. Es wird der 4. Juli als Abzugsdatum erwogen“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur dazu. „Die beteiligten Nationen prüfen zurzeit die daraus resultierenden Herausforderungen und Folgen. Die finale Entscheidung über das reale Enddatum liegt unverändert beim Nato-Rat.“

„Eine fordernde logistische Aufgabe“ - Durch einen schnellen Abzug könnte Material zurückbleiben

Die Bundeswehr sollte nach früheren Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die nun überholt sein könnten, schon bis Mitte August Afghanistan verlassen haben. Deutschland stellt mit 1100 Soldaten nach den USA das zweitgrößte Kontingent in der etwa 10 000 Soldaten starken Nato-Truppe.

„Vor uns steht nun eine fordernde logistische Aufgabe“, sagte der Sprecher. Die Bundeswehr sei darauf aber vorbereitet. „Das auch zukünftig noch benötigte Material wird nach Entbehrlichkeit auf der Zeitachse auf dem Luftweg verflogen. Der zur Verfügung stehende Lufttransportraum ist die entscheidende Stellgröße“, sagte er. Frühere, bekannte Planungen sehen vor, bei einem beschleunigten Abzug zusätzliches Material in Afghanistan zurückzulassen. Sicherheitsrelevante Ausrüstung wird notfalls zerstört. (dpa)

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