Trotz deutsch-türkischer Krise

Bundeswehr bleibt in Incirlik

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Ein Tornado der Bundeswehr auf dem Luftwaffenstützpunkt im türkischen Incirlik. Foto: Oliver Pieper/Bundeswehr/Archiv

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr bleibt trotz der Krise in den deutsch-türkischen Beziehungen im türkischen Incirlik stationiert. Das Verteidigungsministerium erklärte, dass die Sicherheit der Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt weiterhin gewährleistet sei.

"Unseren Soldatinnen und Soldaten in der Türkei geht es gut", sagte Sprecher Jens Flosdorff. In Incirlik sind deutsche "Tornado"-Aufklärungsjets und ein Tankflugzeug für den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien und im Irak stationiert. Sie sind Teil der Anti-IS-Koalition, der mehr als 60 Länder angehören.

Das Ministerium hat zwar bereits Alternativstandorte etwa in Jordanien und Kuwait prüfen lassen, hält aber Incirlik weiterhin militärisch für den besten Standort. "Man könnte auf andere Basen ausweichen, aber das wäre mit starken Einschränkungen verbunden", sagte Flosdorff.

Am Wochenende hatte der außen- und sicherheitspolitische Sprecher der CSU-Bundestagsabgeordneten, Florian Hahn, den Abzug der Bundeswehr aus Incirlik gefordert. "In dieser aufgeheizten Atmosphäre gerade gegenüber Deutschland erscheint es zunehmend unsicher, ob die türkische Regierung den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten in Incirlik umfassend gewähren kann und will", sagte Hahn der "Bild am Sonntag".

Anti-IS-Einsatz der Bundeswehr

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