Bundeswehr: Feldpostaffäre beendet

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Das Gericht hat die Feldpost-Akte jetzt geschlossen: Beweise dafür, dass Postsendungen durch Unbefugte geöffnet wurden, waren nicht zu finden.

Darmstadt - Die Ermittlungen in der sogenannten Feldpostaffäre der Bundeswehr werden eingestellt. Für die Vorwürfe, dass Feldpostsendungen geöffnet wurden, gab es keine Beweise.

Es gebe “keine strafrechtlich relevanten Sachverhalte“, teilte die zuständige Darmstädter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Briefe und Sendungen seien möglicherweise von einer Sortiermaschine der Post in Darmstadt so grob zugerichtet worden. “Eine von unbekannten Personen erfolgte Öffnung der Postsendungen ist zwar nach wie vor nicht auszuschließen, konnte aber in keiner Weise nachgewiesen werden“, erklärte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde, in deren Zuständigkeitsgebiet die Feldpost-Leitstelle der Bundeswehr liegt.

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus (FDP), hatte nach einer Afghanistanreise Ende 2010 von rund 30 Fällen berichtet, in denen sich Soldaten über manipulierte Feldpost beschwert hatten. Entweder waren Umschläge beschädigt oder mitgeschickte Speichermedien wie USB-Sticks fehlten.

Seinerzeit kam der Verdacht auf, Post von Soldaten im Auslandseinsatz sei systematisch geöffnet und kontrolliert worden. Nach Angaben der “Welt“ hatte eine eigene Ermittlungsgruppe “EG Feldpost“ mehr als 300 Gespräche mit Postabsendern und -empfängern geführt.

dpa

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