Streit in der Außenpolitik

China verärgert: Taiwans Präsidentin trifft US-Republikaner

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Weil Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen hochrangige US-Politiker getroffen hat, ist China verärgert.

Peking - Es war ein Treffen auf der Durchreise - aber mit außenpolitischen Folgen. Taiwans Präsidentin hat sich mit hochrangigen US-Politikern getroffen. Chinas Regierung ist sauer.

China sei entschieden gegen jeden Kontakt von Taiwans Führung und jeglichen Vertretern der US-Regierung, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Montag.

Durch solche Kontakte drohten die Beziehungen zwischen Washington und Peking gestört und untergraben zu werden. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen war am Sonntag mit dem texanischen Senator Ted Cruz und dem Gouverneur von Texas, Greg Abbott, in Houston zusammengekommen, als sie dort einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Südamerika einlegte.

Peking ist alarmiert, seit Donald Trump kurz nach seiner Wahl öffentlich die „Ein-China-Politik“ in Frage gestellt hat und als erster designierter US-Präsident seit Jahrzehnten mit Taiwans Führerin telefonierte.

Peking betrachtet Taiwan seit 1949 als abtrünnige Provinz. Mit seiner Ein-China-Doktrin fordert Peking, dass kein Land diplomatische und andere offizielle Beziehungen zu der Inselrepublik unterhalten darf, wenn es ein normales Verhältnis mit der Volksrepublik pflegen will.

dpa

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