In Dauerschleife

CIA folterte Verdächtige mit Musik von Westlife

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Die Boyband Westlife im Jahr 2004: Shane Filan, Mark Feehily, Kian Egan and Nicky Byrne (v.l.n.r.) in Dublin.

Washington - In den USA sind zwei Psychologen der CIA angeklagt, weil sie in einem Verhör-Programm den Verdächtigen gefoltert haben sollen. Das Mittel: Musik von Westlife.

Das Thema ist ernst und kurios zugleich. In Amerika hat die American Civil Liberties Union (ACLU) zwei Psychologen der CIA angeklagt. Der Vorwurf: Die CIA-Mitarbeiter haben bei einem Verhör-Programm die Verdächtigen gefoltert.

Nach den Angaben von Suleiman Abdullah aus Tansania, einem der Kläger, ist im "Cobalt"-Gefängnis in Afghanistan mit Musik gefoltert worden. Offenbar wurde er "mit Musik der irischen Boyband Westlife zermürbt". Dabei sei die Schnulze "My Love" in Endlosschleife gelaufen - und das in ohrenbetäubender Lautstärke. Suleiman wurde freigelassen, nachdem bekannt wurde, dass er keine Gefahr für die USA darstellt.

Die Band selbst ist schockiert. Westlife-Sänger Nick Byrne dachte zuerst, es wäre ein Fake gewesen. "Wenn es nicht so ernst wäre, würde es lustig sein", sagte er zum irischen Sender "RTE". Sein ehemaliger Bandkollege Kian Egan meinte ebenfalls, dass "My Love" ein "ziemlich nervender Song ist, wenn du ihn immer und immer hören musst." Wahrscheinlich dauerte es nur ungefähr zwei Stunden um den armen Jungen zu knacken, fügte er hinzu.

Bereits vor rund einem Jahr wurde bekannt, dass auf der CIA Folter-Playlist auch Britney Spears steht. Seit Jahren steht die US-Regierung in der Kritik, dass die Geheimdienste der Vereinigten Staaten Verdächtige foltere, um an Informationen zu kommen.

ms

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