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Indische Mutante bereitet Sorgen

Merkel spricht bei interner Sitzung von hoffnungsfrohem Weg - und kündigt Impfgifel im Mai an

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Platz genommen, um die wöchentliche Kabinettssitzung im Kanzleramt zu leiten. (Archivbild)
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Kabinettssitzung (Archivbild)

Kanzlerin Merkel zeigt sich intern optimistisch, aber weiter vorsichtig, was die Corona-Lage angeht. Gerade Öffnungsschritte sollten ihrer Meinung nach gut durchdacht sein.

Berlin - Immer mal wieder kommt es vor, dass Kanzlerin Angela Merkel* (CDU) intern eine Einschätzung zur aktuellen Corona-Lage abgibt. Seit die Corona-Gipfel mit den Länderchefs nicht mehr regelmäßig stattfinden, gibt es auch seltener eine ausführliche Pressekonferenz von ihr zu dem Thema. Doch aktuell deuten zumindest die Corona-Zahlen darauf hin: Die Lage entspannt sich etwas mehr, die dritte Welle ist gebrochen.

Nun soll sich Merkel angesichts steigender Impfzahlen in der Corona-Pandemie optimistisch gezeigt, aber dennoch wie so oft zugleich zur Vorsicht gemahnt haben. Man sei auf einem guten und hoffnungsfrohen Weg, habe aber „noch nicht das rettende Ufer erreicht“, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen von Teilnehmern in den Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Öffnungsschritte sollten gut durchdacht werden, berichtete die Deutsche Presse-Agentur dazu.

Merkel und die Ministerpräsidenten sprechen noch im Mai über das weitere Vorgehen bei Corona-Impfungen

Zwar funktionierten die Impfstoffe, sagte die Kanzlerin* demnach. Je aggressiver aber eine neue Virus-Variante sei, desto mehr Menschen müssten geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu bekommen. Ein Unruheherd sei die indische Virus-Variante, die sich schneller ausbreite als die britische.

Merkel bestätigte nach diesen Informationen, dass es am 27. Mai weitere Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über das Vorgehen bei den Impfungen geben solle. Dabei solle es um Impfungen von Kindern, Berufsschülern und Studenten gehen. Man dürfe diese Altersgruppen nicht aus den Augen verlieren. Nach weiteren Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll es bei dem Treffen auch um den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik im Sommer gehen. Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten sich zuletzt am 26. April zu einem Impfgipfel getroffen.

Merkels Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU), Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus und Mittelstand, zeigte sich im Merkur-Interview derweil optimistisch, dass schon sehr bald mehr Normalität* in Deutschland zurückkehre.

Video: Corona in Bayern - Markus Söder verkündet weitreichende Lockerungen

Corona in Deutschland: Angela Merkel und Ralph Brinkhaus mahnen weiter zur Vorsicht

Auch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU*) riet am Dienstag angesichts der Lockerungs-Debatten in der Corona-Pandemie zu weiterer Vorsicht. Durch einen großen Teil der Bevölkerung, der noch nicht geimpft sei, und durch die indische Mutation bleibe die Situation angespannt, sagte Brinkhaus vor den Online-Beratungen seiner Fraktion. Insgesamt sprach er angesichts der steigenden Impfzahlen aber von einer sehr erfreulichen Entwicklung. Er mahnte jedoch: „Trotzdem sollten wir uns nicht zu früh freuen.“

„Wir merken auch, dass das ganz wichtig für die psychische Situation von uns allen ist, dass Licht am Ende des Tunnels ist“, sagte Brinkhaus. Er erwarte einen weiteren Fortschritt des Impfprozesses im Juni. „Die Inzidenzzahlen sind erfreulicherweise nach unten gegangen parallel zum Bundeslockdown und parallel natürlich zu den steigenden Impfzahlen.“ Beim Thema Impfpass geht Brinkhaus davon aus, dass Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seine Zusagen einhalten werde. Spahn hatte angekündigt, dass Geimpfte und Genesene mit einem digitalen Impfpass leichter Urlaub machen können sollten.

Gesundheitsminister Spahn will Impfpriorisierung und FFP2-Masken-Pflicht für Kinder aufheben

Am Montag erklärte Spahn zudem, dass Anfang Juni die Impfpriorisierung* enden soll. Er bat nach Beratungen mit seinen Länderkollegen die Menschen aber um Nachsicht: „Dass am 7. Juni oder auch in der Woche des 7. Juni alle, die wollen, geimpft werden können, das kann ich ausdrücklich nicht sagen“, erklärte der CDU-Politiker in den ARD-„Tagesthemen“. „Das heißt nicht, dass wir dann alle binnen weniger Tage impfen können. Ich muss weiterhin auch da um Geduld bitten.“ Man werde bis in den Sommer hinein brauchen, um alle, die wollen, auch impfen zu können.

Ein weitere Corona-Änderung, die Spahn zuletzt angestoßen hat, ist die Aufhebung der FFP2-Masken-Pflicht für Kinder. (dpa/cibo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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