Weniger Zulauf als früher

Ostermärsche: Tausende demonstrieren für Frieden und Abrüstung

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Ostermarsch in München

Berlin/München - Bei den traditionellen Ostermärschen sind am Samstag bundesweit Tausende Anhänger der Friedensbewegung auf die Straße gegangen. Allerdings deutlich weniger als zu den Hochzeiten der Bewegung.

Die Demonstranten forderten ein Ende von Kriegseinsätzen, Waffenexporten und Aufrüstung. Auf Schildern war etwa zu lesen: „Waffenexporte produzieren Kriege und produzieren Flüchtlinge.“

Allein in Stuttgart gingen laut Polizei bis zu 2000 Menschen auf die Straße. Das Motto hier: „Verantwortung für den Frieden, nicht für den Krieg!“ In München beteiligten sich laut Polizei rund 1000 Demonstranten. Redner kritisierten dort auch die jüngsten Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber in den Krisenstaat Afghanistan.

„Nato muss verschwinden, damit wir Frieden finden“, hieß es auf Transparenten. Der Marsch stand unter dem Motto „Abrüsten für eine gerechtere Zukunft“.

In Berlin versammelten sich laut Polizei rund 600 Menschen. Ihr Ostermarsch richtete sich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr. Auf Transparenten und Spruchbändern war zu lesen: „Nato raus aus Syrien“, „Ami go home“ oder auch „Wer Waffen sät, erntet Flüchtlinge“.

Ihre Wurzeln haben die Ostermärsche im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Begonnen hat die Tradition Ende der 1950er Jahre in Großbritannien. Zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1000 Menschen. 1968 und 1983 erlebten die Ostermärsche hierzulande ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten.

Mehr dazu: Warum junge Menschen nicht zu Ostermärschen gehen

Ein Trendforscher hatte sich vor zwei Jahren dazu geäußert, warum junge Menschen ehr nicht zu Ostermärschen gehen.

dpa

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