Deutschland und Partnerstaaten kaufen Eurofighter

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Deutschland und vier Nato-Mitgliedsstaaten haben Eurofighter bestellt.

Berlin - Deutschland und seine Partnerstaaten kaufen 112 Eurofighter für neun Milliarden Euro.

Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien kaufen zusammen weitere 112 Eurofighter. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, hat die NATO-Agentur Netma am Freitag im Namen der vier Staaten einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. 31 Kampfflugzeuge sind für Deutschland vorgesehen. Die Kosten für alle 112 Maschinen sowie 241 Triebwerke summieren sich auf neun Milliarden Euro.


Der Anteil, der deutschen Industrie zufließt, beträgt rund 2,8 Milliarden Euro. Bei dem Kauf handelt es sich um einen Teil der dritten Tranche, die der Haushaltsausschuss des Bundestags im Juni gebilligt hatte. Ursprünglich hatte Deutschland 68 statt 31 Kampfjets bestellen wollen. Über die fehlenden 37 wird nun aber erst 2012 verhandelt, wenn die jetzt bestellten Maschinen geliefert sein sollen.

Hintergrund für die Aufspaltung der dritten Tranche sind dem Vernehmen nach finanzielle Schwierigkeiten der Briten und Italiener. Das Verteidigungsministerium erklärte, mit der Fortführung des Eurofighter-Programms würden nicht nur Tausende von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen in der europäischen Luftfahrtindustrie bis 2015 gesichert, sondern auch die Exportchancen des Eurofighter verbessert. Der Eurofighter soll das “Rückgrat der Luftwaffe“ werden, wie ein Sprecher sagte.


Insgesamt solle die Luftwaffe 180 Eurofighter erhalten, die bis circa 2017 ausgeliefert werden sollen. Die ersten beiden Tranchen, von denen die zweite gerade geliefert wird, umfassen 112 Kampfjets. Mit dem Einsatz der Eurofighter soll die Gesamtzahl der Kampfflugzeuge von 453 auf 262 im Jahre 2017 verringert werden. Nach der bereits erfolgten Außerdienststellung der MiG29 sollen auch die Flieger vom Typ F-4F Phantom reduziert sowie ein Großteil der Tornadoflotte ausgemustert werden.

AP

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