Kein Verständnis

Dobrindt: Klage Österreichs gegen Maut wäre unverständlich

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Die EU-Kommission hat nach jahrelangem Streit grünes Licht für eine abgeänderte Version der Pkw-Maut gegeben.

Berlin - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zeigt kein Verständnis für Überlegungen in Österreich, gegen die deutsche Pkw-Maut zu klagen.

"Dort gibt es seit Jahren eine Maut, die unsere Autofahrer ganz selbstverständlich zahlen", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". 

"Deswegen rate ich auch in Österreich zu mehr Gelassenheit." Außerdem habe die EU-Kommission eindeutig erklärt, dass das deutsche Maut-System durch die nun erzielte Einigung in Einklang mit dem EU-Recht stehe und nicht diskriminierend sei.

SPD-Politiker: Bei Mehrkosten für Autofahrer stoppen wir Maut 

In der SPD wird die Pkw-Maut von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) unverändert kritisch gesehen. Lars Klingbeil, Chef der SPD-Abgeordneten aus Bremen und Niedersachsen im Bundestag, zweifelt daran, dass die Maut deutsche Autofahrer unter dem Strich nichts kosten wird. „Wenn am Ende Geringverdiener draufzahlen, werden wir diese Maut blockieren“, sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur. Er fürchtet, dass Bürger, die ältere Autos fahren und sich keine neuen, umweltschonenden Fahrzeuge leisten können, die Verlierer in Dobrindts Mautmodell sein könnten.

Alle inländischen Autobesitzer müssen eine Jahresmaut zahlen, die vom Konto abgebucht wird. Sie richtet sich nach Größe und

Umweltfreundlichkeit des Autos. Im Schnitt kostet sie 74 Euro, maximal 130 Euro. Benziner sind günstiger als Diesel. Inländer sollen für Mautzahlungen aber durch eine geringere Kfz-Steuer entlastet werden - auf den Cent genau. Bei besonders sauberen Autos (Euro 6) soll die Steuer sogar stärker sinken als der Mautbetrag. Klingbeil betonte, die Verabredung aus dem Koalitionsvertrag müsse gelten: „Keine Mehrbelastung für deutsche Autofahrer.“

dpa

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