Wenn es Nacht wird in Washington

Trump allein im Weißen Haus - im Bademantel?

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Was passiert, wenn Trump abends die Tür zum Weißen Haus schließt? Die New York Times hat eine detaillierte Vorstellung.

Washington - Auch ein US-Präsident ist nur ein Mensch. Das zeigt sich nach Feierabend, wenn sich Donald Trump ins Obergeschoss des Weißen Hauses zurückzieht. Ob er im Bademantel fernsieht?

Wenn es langsam dunkel wird in Washington und der letzte Berater das Weiße Haus verlassen hat, steigt Donald Trump gegen 18.30 Uhr die Treppe hinauf in seine Privatgemächer. Dort schlüpft er in seinen Bademantel, twittert, telefoniert mit alten Wahlkampfhelfern oder sieht einfach nur fern.

Ob der Feierabend des US-Präsidenten wirklich so aussieht? Die New York Times behauptet es zumindest und will die Infos von Insidern haben. Die gehen sogar noch weiter: „Manchmal macht er sich auf, um die unbekannte Umgebung seines neuen Zuhauses zu erkunden.“ Meist sei er allein in seinen Gemächern - seine Frau Melania und Sohn Barron sind bekanntlich in New York geblieben. Nur Keith Schiller, Trumps früherer Sicherheits-Chef, schaut ab und zu mal vorbei.

Trump‘s Bademantel hat einen Twitter-Account

Ansonsten ist der Präsident ziemlich einsam in dem großen Weißen Haus. Er soll nämlich einen ungewöhnlich kleinen Stab an Mitarbeitern beschäftigen, gerade mal ein halbes Dutzend. Das sollen so wenige sein, dass Berater im Dunkeln sitzen, weil sie den Lichtschalter im Besprechungsraum nicht finden, und danach hinter verschiedene Türen linsen, weil keiner da ist, der ihnen den Weg nach draußen zeigen könnte.

Trump im Bademantel auf seiner Couch - eine komische  Vorstellung. Das Internet reagiert dementsprechend. Trump-Sprecher Sean Spicer befeuerte das noch, indem er erklärte, dass der Artikel in der New York Times realitätsfern sei. „Ich glaube nicht, dass der Präsident einen Bademantel besitzt.“ Seitdem besitzt der Bademantel aber zumindest einen eigenen Twitter-Account.

„POTUS‘ Bathrobe“ soll übrigens aus China stammen und einen Fleck Big-Mac-Soße auf sich haben.

Da Trump Probleme haben soll, zwei Stunden am Stück zu schlafen, laufe er nachts häufig ziellos umher. Deswegen kann sich Trump-Biograf Michael D‘Antonio die Sache mit dem Bademantel gut vorstellen. „Ich wäre überrascht, wenn er keinen hätte“, sagte er gegenüber der Bild.

Für den Präsidenten selbst ist der Artikel der New York Times jedenfalls reine Fiktion. Zumindest vermeldete er das auf Twitter.

Ob er dabei einen Bademantel trug bleibt allerdings Trumps Geheimnis. Und der hat eigentlich ja auch viel Wichtigeres zu tun, als so eine Debatte zu verfolgen. Die Schulden etwa, die die USA in Japan und China haben.

scw

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