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Er steht für eine harte Linie

Trump macht „Mad Dog“ James Mattis zum Verteidigungsminister

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Donald Trump (li.) und General James Mattis.

Cincinnati - Im Pentagon regiert künftig ein „Verrückter Hund“. Der künftige US-Präsident machte General James Mattis - Beiname: „Mad Dog“ - zum Verteidigungsminister. Er steht für eine harte Linie gegenüber Ländern wie Iran und Russland.

Donald Trump macht den 66 Jahre alten Ex-General James Mattis zu seinem Verteidigungsminister. Das bestätigte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Kundgebung in Cincinnati (Ohio). Zuvor hatten unterschiedliche Medien darüber berichtet. Ein Sprecher des Trump-Lagers hatte kurz vor Trumps Ankündigung noch erklärt, die Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Mattis hat mehr als 40 Jahre Militärdienst hinter sich und war vor weniger als vier Jahren in den Ruhestand gegangen. Deswegen muss der Kongress seiner Nominierung zustimmen. Mattis gilt als einer der profiliertesten strategischen Denker im US-Militär und politisch als Falke. Mattis trägt den Beinamen „Mad Dog“ („Verrückter Hund“), vor allem wegen markiger Sprüche, die sich oft auf das Erschießen militärischer Gegner beziehen.

Mattis galt seit Wochen als Favorit auf das Amt. Er hält eine härtere Gangart den politischen Gegnern der USA gegenüber für angezeigt. Unter anderem hatte er sich für weniger Kooperation mit dem Iran ausgesprochen, den Atomdeal mit dem islamischen Land hält er für einen Fehler. Zuletzt hatte er den schwindenden Einfluss der USA im Nahen Osten beklagt.

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Der General ist ein erklärter Gegner der Außenpolitik von Präsident Barack Obama, der ihn zum Kommandeur des wichtigen Central Command gemacht hatte. Die Politik Obamas in Syrien oder auch im Ukraine-Konflikt sei schwach, befand Mattis.

Donald Trump hatte die Personalie zum Auftakt seiner Dankeschön-Tour durch mehrere Bundesstaaten am Donnerstagabend (Ortszeit) in Cincinnita bekanntgeben. Den Zuhörern in Cincinnati versicherte er, er werde seine Wahlversprechen einhalten, Steuern senken und die Deregulierung vorantreiben, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Zuvor war ihm in Indiana ein PR-Coup gelungen. Der Klimaanlagen-Hersteller Carrier willigte ein, mehrere Hundert Arbeitsplätze, die nach Mexiko verlagert werden sollten, im Lande zu belassen. Dafür bekommt das Unternehmen millionenschwere Steuererleichterungen. Der Deal gilt unter Experten als umstritten, brachte Trump vor Ort erheblich Beifall.

Warum James Mattis „Mad Dog“ genannt wird - Fünf berühmte Zitate

Der künftige Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, General James Mattis, gilt als hervorragender Soldat und glänzender Stratege - aber auch als Freund markiger Sprüche. Fünf zentrale Zitate des früheren Generals, der auch „Mad Dog“ (verrückter Hund) genannt wird:

- „Seid freundlich, seid professionell, aber habt einen Plan, jeden zu töten, der Euch über den Weg läuft.“

(Mattis im Jahr 2003 im Irak-Konflikt an seine Marines gerichtet)

- „US Marines wissen nicht, wie man das Wort Niederlage buchstabiert.“

(Mattis an seine Leute, dokumentiert vom US Marine Corps via Twitter im Jahr 2013).

- „Ihr seid Teil der am meisten gefürchteten und geachteten Streitkräfte der Welt. Benutzt Euer Hirn, bevor Ihr Eure Waffen benutzt.“

(Mattis 2003 in einem Brief an seine Soldaten, die in den Irakkrieg zogen)

- „Du gehst nach Afghanistan, da hast Du Jungs vor Dir, die haben fünf Jahre lang ihre Frauen geschlagen, weil sie keinen Schleier tragen. Das sind eh keine Männer mehr. Deswegen ist es ein höllischer Spaß, auf sie zu schießen.“

(Mattis 2005 zum Afghanistan-Einsatz)

- „Wenn Du das erste Mal jemanden in die Luft jagst, ist das kein gewöhnliches Ereignis. Vor diesem Hintergrund: Es laufen einige Arschlöcher auf der Welt herum, die man schlicht erschießen muss.“

(Mattis 2003 vor rund 200 Marines in Al-Asad, Irak, laut Buchautor Thomas Ricks.)

dpa

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