Barthel tritt an

Dritter Kandidat für Wahl zum SPD-Bayern-Chef

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Dritter Kandidat für die Wahl zum SPD-Bayern-Chef - Klaus Barthel tritt an

Die Konkurrenz wird größer. Nach Natascha Kohnen und Florian von Brunn gibt es einen weiteren Kandidaten für den SPD-Landesvorsitz: Auch Klaus Barthel will in die Urwahl ziehen.

Nürnberg - Bei der Wahl zum neuen SPD-Landeschef gibt es mit Klaus Barthel einen dritten Kandidaten. Der Bundestagsabgeordnete will gegen SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen und den Münchner Landtagsabgeordneten Florian von Brunn antreten. In Bayern müsse die SPD unter Beweis stellen, dass sie auch in wirtschaftlich starken Bundesländern mehrheitsfähig sei, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntag. „Das geht nur über Kompetenz in den Bereichen Arbeit, Wirtschaft und Gerechtigkeit.“

Der Landesvorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) hatte am Samstagabend in Nürnberg beschlossen, Barthel als künftigen SPD-Landesvorsitzenden vorzuschlagen. Der 1955 geborene Politiker ist sowohl Landes- als auch Bundesvorsitzender der AfA. Darüber hinaus ist er Mitglied im Landesvorstand sowie dem Präsidium der Bayern-SPD. „Die Menschen werden sich nur von uns begeistern lassen, wenn wir einen klaren Führungsanspruch erheben. Ich bin bereit, mit meiner Lebens- und Politikerfahrung dafür einzustehen“, betonte der Oberbayer.

Erst vor einer Woche hatte auch von Brunn endgültig seine Kandidatur erklärt. Er sei zuletzt von vielen aus der Partei, aber auch von außerhalb angesprochen worden, dass es nach dem Rückzug des bisherigen Landeschefs Florian Pronold einen kompletten personellen Neuanfang bei der SPD geben müsse, begründete er den Schritt.

Kohnen ist seit Jahren Generalsekretärin der Bayern-SPD und Wunsch-Nachfolgerin von Pronold, der sie auch als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl vorschlug. Kohnen selbst hatte für den Fall, dass es mehrere Bewerber geben sollte, eine Urwahl vorgeschlagen, an der sich alle SPD-Mitglieder beteiligen können. Kandidaten dafür können sich noch bis Ende Februar melden. Dann soll es noch vor dem Parteitag im Mai die Urwahl geben, deren Sieger dann auf dem Parteitag offiziell als neuer SPD-Landesvorsitzender bestätigt wird.

dpa

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