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Proteste in Russland: Kreml-Kritiker und Demonstranten festgenommen

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Bei Protesten sind rund 250 Demonstranten festgenommen worden. 

Er war bereits Mitte März in Haft, nun ist der Oppositionelle und Kreml-Kritiker Alexej Nawalny erneut festgenommen worden. Zuvor rief er zu landesweiten Protesten gegen Korruption auf.

Moskau - Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist am Montag vor Beginn einer Demonstration in Moskau festgenommen worden. Dies teilte seine Ehefrau über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Nawalny, der bereits Ende März für 15 Tage inhaftiert wurde, hatte für Montag zu landesweiten Protesten gegen die Korruption in Russland aufgerufen.

Alexej Nawalny bei einer Kundgebung im Jahr 2012.

Allein im sibirischen Nowosibirsk protestierten am Montag nach Angaben örtlicher Medien rund 3000 Menschen gegen Korruption, weitere Demonstrationen am Unabhängigkeitstag gab es in zahlreichen anderen Städten.

Nawalny will im kommenden Jahr als Präsidentschaftskandidat antreten. Mit einer Online-Kampagne ist es dem 41-Jährigen gelungen, eine neue Generation auf die Straße zu bringen. Er rief zu Protesten gegen die Korruption auf, nachdem er einen Film veröffentlicht hatte, in dem Ministerpräsident Dmitri Medwedew vorgeworfen wird, ein riesiges Vermögen durch ein Netzwerk an Stiftungen zu kontrollieren.

Ende März hatte Nawalny bereits die größten Proteste seit Jahren organisiert. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

Hunderte Demonstranten festgenommen

Bei Protesten gegen die russische Führung sind am Montag Berichten zufolge bereits mehr als 250 Menschen festgenommen worden. Allein in Moskau seien rund 120 und in St. Petersburg etwa 130 Demonstranten von der Polizei abgeführt worden, berichtete das Bürgerrechtlerportal OVD-Info.

Auch in der Provinz hab es demnach Dutzende Festnahmen. Die Demonstranten würden sich unangemessen verhalten, sagte Wladimir Tschernikow von der Stadtverwaltung der Agentur Interfax.

Zu den Protesten in rund 200 Städten hatte der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny aufgerufen; in den meisten Orten wurden sie nicht erlaubt. Die Kundgebung fällt zusammen mit dem russischen Nationalfeiertag.

AFP/dpa

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