Retourkutsche

Nach Ärger um Erdogan-Satire: Poldi schießt gegen Böhmermann

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Lukas Podolski schießt gegen Jan Böhmermann.

München - Lukas Podolski schlägt zurück. Der Nationalspieler lässt einen alten Zwist zwischen ihm und Jan Böhmermann wieder aufleben. Der Anlass: die Erdogan-Satire. Dabei hat der TV-Satiriker ganz andere Sorgen.

Das Schmähgedicht von Jan Böhmermann auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schlägt weiter hohe Wellen. Jetzt hat sich auch Lukas Podolski in die Debatte eingemischt.

Der Nationalspieler in Diensten von Galatasaray Istanbul schrieb auf Twitter: "Lieber Jan, wer immer nur auf Kosten anderer austeilt, der kriegt irgendwann den Boomerang zurück." Dazu die Hashtags #poldisatire, #nichtvergessen und #gürtellinie.

Was Podolski damit sagen will? Der 30-Jährige war selbst schon mal Opfer von den Späßchen des TV-Satirikers. 2005 erfand Böhmermann für den WDR-Radiosender 1Live die Reihe "Lukas Tagebuch", in der er den Ex-Kölner parodierte und sich damit über ihn lustig machte. Der damalige Bundesliga-Profi fand das weniger witzig und verklagte den WDR, scheiterte aber mit seiner einstweiligen Verfügung. Dazu verweigerte er in der Zeit Interviews mit der ARD - auch während der Fußball-WM 2006. Böhmermann reagierte nicht auf Podolskis Kommentar, retweetete ihn lediglich.

Der Seitenhieb des Galatasaray-Stars dürfte derzeit aber die geringste Sorge des Moderators sein. Denn mittlerweile ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft gegen Böhmermann und ZDF-Verantwortliche wegen der Erdogan-Satire in seiner Sendung "Neo Magazin Royale". In seiner aktuellsten Ausgabe eine Woche nach dem Schmähgedicht gegen den türkischen Präsidenten nahm er keinen Bezug auf das Thema - zumindest nicht direkt. Er spielte lediglich ironisch auf den Skandal um Erdogan an.

mg

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