Präsidentschaftskandidat droht Ärger

Ermittlungen wegen Reise Macrons als französischer Wirtschaftsminister

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Wird von der Vergangenheit eingeholt: Gegen Frankreichs Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron wird ermittelt.

Paris - Der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron rückt in Fokus der Justiz. Es geht um eine Reise zu seiner Zeit als Wirtschaftsminister.

Die französische Justiz hat Vorermittlungen im Zusammenhang mit einer US-Reise des damaligen Wirtschaftsministers und jetzigen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron aufgenommen. Die Pariser Staatsanwaltschaft prüfe unter anderem den Vorwurf der Günstlingswirtschaft, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Paris.

Das Enthüllungsblatt Le Canard Enchainé hatte vor einer Woche berichtet, der Auftritt des damaligen Ressortchefs in Las Vegas am 6. Januar 2016 habe mit über 380.000 Euro zu Buche geschlagen. Business France, eine vom Wirtschafts- und Finanzministerium abhängige Einrichtung, habe den Auftrag für die Veranstaltung ohne Ausschreibung an die Werbe- und PR-Agentur Havas vergeben. Die Vorwürfe richten sich laut Justizkreisen gegen Business France und Havas. Von Macron war hingegen nicht explizit die Rede.

Der Ex-Minister hatte vor einer Woche zu den Vorwürfen gesagt: „Ich habe keine Kenntnis davon gehabt, aber ich glaube nicht, dass es mein Ministerium war, das eine Veranstaltung ohne Ausschreibung organisiert hat.“ Der 39-Jährige, der als Unabhängiger antritt, gilt als einer der Favoriten der Wahl, die Ende April beginnen wird. Umfragen geben dem Ex-Minister eine gute Chance, die Rechtspopulistin Marine Le Pen zu schlagen.

dpa

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