Trotz rückläufiger Ankünfte

EU-Kommissar warnt vor neuer Flüchtlingswelle 

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Die Zahl der in Italien ankommenden Migranten geht stetig zurück. Dennoch warnt der EU-Migrationskommissar jetzt vor einer möglichen neuen Flüchtlingswelle. 

Rom - Trotz sinkender Ankunftszahlen von Migranten in Italien hat der EU-Migrationskommissar vor einer möglichen neuen Welle von Ankünften gewarnt. In der Flüchtlingskrise müsse man „achtsam und bereit“ sein, sagte Dimitris Avramopoulos der italienischen Zeitung „La Stampa“ (Mittwoch). „Alle wissen, dass im Norden Libyens viele auf die Weiterreise warten“, zitierte das Blatt Avramopoulos. Der Dialog und die Zusammenarbeit mit dem Bürgerkriegsland, von dem die meisten Menschen in Richtung Europa aufbrechen, und anderen afrikanischen Transitstaaten müsse verstärkt werden. „Nur gemeinsames Handeln kann den Zustrom stoppen.“ Avramopoulos schloss Hotspots des UN-Flüchtlingshilfswerks in Libyen zum jetzigen Zeitpunkt aus. „Die Situation ist sehr schwierig und gefährlich“, sagte er.

Im Juli waren mit 11.459 Menschen nur halb so viele Migranten in Italien angekommen wie im Juni. Auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Derzeit unterstützt Italien die libysche Küstenwache technisch und logistisch beim Kampf gegen den Menschenschmuggel, womit die Regierung auch die Flüchtlingsströme besser kontrollieren will. Am Mittwochfrüh wurden nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 143 Menschen von der libyschen Küstenwache gerettet, die zurück ans Festland gebracht werden sollten.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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