Europawahl 2014

"Euro-Projekt zum Scheitern verurteilt"

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Peter Staudenhöchtl (REP) aus Söchtenau.

Söchtenau - Bei der Europawahl stellen sich auch Politiker aus unserer Region zur Wahl. Deswegen haben wir einige Fragen an sie. Heute antwortet: Peter Staudenhöchtl (REP) aus Rosenheim.

Wenn am 25. Mai für die Europawahl 2014 an die Urnen gerufen wird, bewerben sich auch einige Kandidaten aus der Region um einen Sitz im EU-Parlament. Obwohl es bei der Europawahl nicht möglich ist, einzelne Kandidaten zu wählen, sondern nur die starre Liste einer Partei, so stellen sich trotzdem die Fragen: Wie stehen die heimischen Abgeordneten zur Europa-Politik und welche regionalen Interessen werden sie im Falle einer Wahl ins Parlament vertreten?

Drei Fragen an: Peter Staudenhöchtl aus Söchtenau (Landkreis Rosenheim), Listenplatz 1b der Republikaner

In welchem Bereich sehen Sie in der EU-Politik konkreten Handlungsbedarf?

Absolut konkreter Handlungsbedarf in der EU-Politik besteht meines Erachtens hinsichtlich der "Euro"-Problematik. Meiner Ansicht nach war das Euro-Projekt von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil sich die Politik über die grundsätzlich strengen Vorgaben (Konvergenzkriterien) des Maastricht-Vertrages in geradezu unverantwortlicher Art und Weise einfach hinweggesetzt hat. Ökonomische Grundsätze werden einfach über Bord geworfen. Jeder vernünftige Mensch weiß, dass eine gemeinsame Währung mit völlig unterschiedlichen Volkswirtschaften und Währungstraditionen nicht funktionieren kann. Das Ergebnis sehen wir heute: "Griechenland-Krise" ohne Ende. "Rettungsschirme" in dreistelliger Milliardenhöhe. Diskussion über Bankenunion und Euro-Bonds. Eine von ständiger politischer Einflussnahme geprägte EZB. Ständige Vermögensverluste des deutschen Volkes durch Niedrigzinspolitik. Deshalb: Abwicklung der Währungsunion; Wiedereinführung einer nationalen Währung mit einer von politischer Weisung unabhängigen Bundesbank; hilfsweise wenigstens Schaffung einer "Hartwährungszone" mit Ländern wie Österreich, Niederlande, Finnland.

Welche regionalen Interessen werden Sie in Europa vertreten?

Den europäischen Subventionstöpfen stehe ich grundsätzlich ablehnend gegenüber. Aber wenn es sie schon gibt, würde ich darauf achten, dass auch unsere Region hiervon profitiert und EU-Gelder für regionale Aufgaben abgezweigt werden. Ganz wichtig: eine umweltverträgliche und auf Belange der Bewohner des Inntals zugeschnittene Zulaufstrecke zum Brenner-Basis-Tunnel.

Welches europäische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen? 

Das wichtigste "europäische" Thema ist für mich ein möglichst rascher, vernünftiger Ausstieg Deutschlands aus dem gescheiterten "Euro"-Projekt (bevor noch weitere Milliarden Euros verbrannt werden).

Kurzportrait Peter Staudenhöchtl

Wohnort: Schwabering (Gemeinde Söchtenau)

Alter: 58 Jahre

Familienstand: alleinstehend, 1 Sohn

Beruf: Finanzbeamter

Tätigkeit: Sachbearbeiter in der Rechtsbehelfsstelle (beim Finanzamt Rosenheim)

Dienstrang: Steueramtsrat

Akademischer Titel: Dipl.-Finanzwirt (FH)

Ehrenamtliche Tätigkeiten:

  • 28 Jahre Erster Kassier Schützengesellschaft „Wittelsbach“ Schwabering e.V.; seit 2011 Erster Schützenmeister
  • seit 31 Jahren Schriftführer beim Veteranen- und Kriegerverein Schwabering e.V.

Politische Tätigkeiten:

  • Mitglied bei den REPUBLIKANERN seit 1986
  • Kreisschatzmeister von 1990 – 2013
  • seit 2013 Kreisvorsitzender Rosenheim
  • Land. Mitglied des Rosenheimer Kreistages seit 01.05.2014

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