„Ein Desaster“ 

Appell an Schweizer: Ex-Innenminister Schily warnt vor Energiewende

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Ex-Innenminister Otto Schily würde es bedauern, wenn sich die Schweiz für ein neues Energiegesetz entscheiden würde. 

Der ehemalige deutsche Innenminister Otto Schily (SPD) hat dem Rechtsaußen der Schweizer Politik, Christoph Blocher, im Widerstand gegen ein neues Energiegesetz Schützenhilfe gegeben.

Zürich - Vor der Schweizer Volksabstimmung am Sonntag über eine Energiestrategie, die neue Kernkraftwerke verbietet und erneuerbare Energien besser fördern soll, nannte Schily Deutschlands Energiewende ein Desaster. Das geht aus einem Brief Schilys an Blocher hervor, den die Boulevardzeitung „Blick“ am Donnerstag veröffentlichte.

Der reiche Unternehmer Blocher ist Chefstratege der konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die gegen die Energiestrategie ist. Nach Umfragen liegen die Befürworter leicht vorn.

Otto Schily beim Tag der offenen Tür der Bundespolizei-Reiterstaffel.

„Wie Sie wissen, halte ich die sogenannte „Energiewende“ in Deutschland sowohl unter wirtschaftlichen, finanziellen, ökologischen, sozialen und klimapolitischen Vorzeichen für ein Desaster“, schrieb Schily. „Es wäre sehr zu bedauern, wenn die Schweiz sich für ein ähnliches Modell entscheiden würde.“ In der Schweiz kommen fast 60 Prozent des Stroms aus nachhaltigen Quellen, vor allem Wasserkraft. In Deutschland sind es rund 30 Prozent.

dpa

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