„Das ist Verrat“

Ex-US-Agentin: Trump Jr. fiel auf russischen Spionage-Trick herein

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Russische Anwältin Natalia Veselnitskaja: Hat Putin in ihr „die perfekte Spionin“ gefunden?

Sein Treffen mit einer russischen Anwältin bringt Donald Trump Junior und seinen Vater immer tiefer in die Bredouille. Der Sohn des US-Präsidenten fiel dabei auf einen Trick herein, behauptet eine Ex-US-Agentin.

Washington - Eine attraktive Spionin, der ein Mächtiger auf den Leim geht. Was wie die Geschichte aus einem x-beliebigen Spionage-Krimi klingt, könnte Donald Trump Junior passiert sein. Zumindest behauptet das Tracy Walder‏, ehemals als Agentin in Diensten von CIA und FBI, in der amerikanischen Ausgabe der „Huffington Post“

Es geht um das Treffen von Donald Trump Junior und der russischen Anwältin Natalja Veselnitskaja, von dem sich der Präsidenten-Sohn belastendes Material über Trumps damalige Rivalin Hillary Clinton erhoffte. Trump Junior sei fest davon überzeugt gewesen, „dass die russische Staatsanwältin, mit der er sich traf, über Dokumente verfügte, die der Clinton-Kampagne einen herben Schlag versetzen könnten“, schreibt Walder in ihrem Beitrag. Und zieht das Fazit: „Das ist Verrat und Spionage.“

Sein Treffen bringt auch den Vater in Bedrängnis: Donald Trump Jr.

Mit Anwältin Natalja Veselnitskaja habe der russische Präsident Wladimir Putin „die perfekte Spionin“ gefunden, analysiert Walder. Sie sei kein Mitglied der russischen Regierung, und deshalb sei es für Putin einfach, eine direkte Regierungsbeteiligung abzustreiten. Zudem sei es für Veselnitskaja als Anwältin einfach, „die wahren Hintergründe des Treffens mit Trump Junior im Dunkeln zu halten“. 

„Alle Merkmale des russischen Spionage-Handwerks“

„Während meiner Ausbildung beim CIA war es kein Geheimnis, dass der russische Modus Operandi oft darauf basierte, attraktive Frauen auf amerikanische Männer anzusetzen. Außerdem ist Putin bei einem Treffen dieser Größenordnung nicht so naiv, Trump Junior jemanden ganz ohne Referenzen gegenüberzusetzen“, schreibt Walder weiter. Das Treffen von Donald Trump Junior weise „alle Merkmale des klassischen russischen Spionage-Handwerks auf“. Und Putins Hände bieben dabei sauber, behauptet die Ex-Agentin.

Dass US-Präsident Donald Trump über das Treffen seines Sohnes mit Veselnitskaja wusste, ist für Walder klar - sie legt allerdings in ihrem Artikel keinerlei Beweise vor und argumentiert lediglich aus der Erfahrung ihrer eigenen Agententätigkeit. Trump habe noch nie „ein Geheimnis aus dem engen Verhältnis zu seiner Familie gemacht. Auch wenn er dieses Mal nicht selbst zugegen war, so schickt er doch oft seine Kinder als Vertretung zu wichtigen Treffen“, so Walder. 

Das Fazit der Affäre ist für die Ex-Agentin ein schwerwiegendes: „Für mich ist das alles nicht politisch. Ich würde in so einem Fall jeden Präsidenten zu einem Rücktritt auffordern“.

mm

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