Nach Treffen in Berlin

FDP unterstützt Steinmeier als Bundespräsidenten

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Unterstützung von der FDP: Auch die Liberalen wollten Frank-Walter Steinmeier (l.) als Bundespräsidenten mitwählen.

Berlin - Auf ihre Stimmen ist er zwar nicht angewiesen: Dennoch werden die FDP-Abgeordneten wohl für Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidenten stimmen.

Die FDP hat ihre Unterstützung für die Kandidatur von Frank-Walter Steinmeier (SPD) für das Amt des Bundespräsidenten erklärt. Parteichef Christian Lindner sagte am Montag in Berlin, er werde den Wahlleuten der FDP in der Bundesversammlung empfehlen, für Steinmeier als Nachfolger von Joachim Gauck zu stimmen. Steinmeier sei ein "erfahrener Regierungspolitiker", der sich immer als Anwalt der Grundwerte dieser Republik verstanden und auch bewiesen habe.

Steinmeier hatte sich am Montagmorgen bei den Wahlleuten der FDP vorgestellt. Lindner sagte, der scheidende Außenminister sei zwar ein Sozialdemokrat, aber für die Freien Demokraten trotz seiner parteipolitischen Vergangenheit wählbar. "Wir erhoffen uns von Herrn Steinmeier, dass er seinen Anspruch einlöst, Mutmacher statt Vereinfacher zu sein", sagte Lindner. In Zeiten, in denen die "Grundachsen" der Bundesrepublik wie die Europäische Union oder das transatlantische Verhältnis in Frage gestellt würden, sei es ein "guter Schritt", einen "politisch professionell handelnden Mann" und einen "engagierten Verteidiger" der Grundausrichtung Deutschlands an der Staatsspitze zu haben. 

Der Nachfolger Gaucks wird am 12. Februar gewählt. Steinmeier geht als gemeinsamer Kandidat von Union und SPD ins Rennen, die in der Bundesversammlung einen breite Mehrheit haben. Auf die Stimmen der FDP ist er nicht angewiesen, die Unterstützung der Freien Demokraten für den SPD-Politiker ist im Bundestagswahljahr aber von symbolischer Bedeutung.

afp

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